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Umweltschutz

Umweltschutz in der Produktion

Emissionen

Wir wollen die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen bei der Entwicklung, Produktion und Instandhaltung in unseren Werken kontinuierlich reduzieren und so einen Beitrag zum globalen Klimaschutz und zur lokalen Luftqualität leisten. Mit zahlreichen Maßnahmen haben wir bereits Fortschritte erzielt.


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Wenn wir ein Triebwerk testen – wir hier ein PW1100G-JM bei der MTU Maintenance Hannover – fallen Emissionen an, darunter CO2. In den vergangenen drei Jahren konnten wir unseren gesamten Ausstoß des Treibhausgases in unseren Werken reduzieren. Prüfläufe sind für den Nachweis der Sicherheit und Performance nicht nur wichtig, sondern von den Behörden vorgeschrieben.

Der Einsatz von Energie zur Produktion und Instandhaltung in unseren Werken verursacht Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen und trägt damit zum Klimawandel bei. Daneben fallen treibhauswirksame Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette an. Der größte Anteil an klimawirksamen Emissionen entsteht während der Nutzung unserer Produkte. CO2– und Schadstoffemissionen der Produkte haben für uns daher eine höhere Relevanz und bilden den Fokus unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wie wir uns mit einer Technologie-Agenda ehrgeizige Ziele für ökoeffiziente Produkte gesetzt haben, ist ausführlich unter Produktverantwortung dargestellt. →Produktverantwortung und Lieferkette

Luftemissionen in der Herstellung und Instandhaltung in unseren Werken bewerten wir kontinuierlich nach dem anerkannten, internationalen Standard des Green House Gas (GHG) Protocol. Wir streben an, diese dauerhaft zu reduzieren. Von den Treibhausgasen, die nach dem Kyoto-Protokoll klimawirksam sind, wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6), ist für die MTU allein die CO2-Emission wesentlich. Die CO2-Bilanz setzt sich zusammen aus direkten Treibhausgasemissionen (Scope 1), die aus Quellen im Besitz des Unternehmens stammen, und aus indirekten Treibhausgasemissionen (Scope 2), die auf den Verbrauch von zugekauftem elektrischen Strom und Fernwärme zurückgehen. Zum Scope 3 zählen die CO2-Emissionen aus Dienstreisen und Transporten in der externen Logistikkette.


Unser Beitrag zu den SDGs

Mit der Reduzierung von Treibhausgasen können wir auf das globale Entwicklungsziel, Sustainable Development Goal, SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ einzahlen und unsere Verantwortung als produzierendes Unternehmen gegenüber globalen Herausforderungen wie den Klimawandel ausdrücken.

Maßnahmen zum Klimaschutz

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den globalen Entwicklungszielen (SDGs)


 

CO2-Emissionen

Die MTU hat 2018 insgesamt 67.500 Tonnen (2017: 75.000) klimawirksames CO2 produziert. Die von uns verursachten CO2-Emissionen sind über die vergangenen drei Jahre (2016–2018) um 12,8% zurückgegangen, eine Reduzierung konnten wir sowohl für Scope 1 als auch für Scope 2 erreichen. Der größte Anteil an den CO2-Emissionen aus Scope 1 stammte aus Erdgas (24,6%). Der Flugkraftstoff Kerosin war für 23,1% der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich. Rund die Hälfte der CO2-Emissionen werden durch den Hauptenergieträger Strom (Scope 2/fremd bezogen) verursacht (51,1%). Der Energiebedarf an Strom und Erdgas ist abhängig vom Produktionsvolumen; die Menge an Kerosin von Art und Dauer der Testläufe auf den Prüfständen.

CO2-Emissionen (in t) Scope 1 und 2 GRI 305-1, 305-2

 

2018

2017

2016

Gesamt

67.500

75.000

77.600

Scope 1

32.400

33.300

36.800

Scope 2

35.100

41.700

40.800

nur Produktionsstandorte

Insgesamt haben wir 5,2 Mio. Euro im vergangenen Jahr an Investitionen in Sachanlagen für den Klimaschutz getätigt. Mit diesem Investment wollen wir CO2-Emissionen aus unserer Betriebstätigkeit reduzieren. Am Hauptsitz in München läuft das Programm „Clean Air-Industrial Site (CLAIR-IS)“, mit dessen Hilfe wir den CO2-Ausstoß im größten Werk bis zum Jahr 2020 um 25% senken wollen (Basis 1990). In Summe haben wir bereits rund 435.000 Tonnen CO2 eingespart.

435.000
Tonnen CO2 eingespart
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Bis 2020 wollen wir unseren
CO2-Ausstoß in unserem
Stammwerk um 25% senken.
Fast eine halbe Million Tonnen
haben wir bereits eingespart.

Beispiele für jährliche CO2-Einsparungen

Wir waren am Standort München Mitglied im Klimapakt Münchner Wirtschaft, bei dem sich in der ersten Runde 15 Münchner Großunternehmen zusammengeschlossen und zu einer Einsparung von insgesamt 40.000 Tonnen CO2 während der dreijährigen Laufzeit verpflichtet haben. Die MTU hat ihren Beitrag von 5.500 Tonnen übertroffen und auch dank des jüngst modernisierten Blockheizkraftwerks (BHKW) sogar 7.000 Tonnen einsparen können. Darüber hinaus zielt die Kampagne Zero mit verschiedenen Maßnahmen darauf ab, Verbräuche und Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren.

Um die Klimawirkung unseres Unternehmens für Stakeholder noch transparenter zu machen, nehmen wir am jährlichen Rating der internationalen Non-Profit-Organisation CDP teil.

Elektromobilität im MTU-Transport

Auch die Transport- und Logistikkette beziehen wir in den Klimaschutz ein. Maßnahmen sind optimierte Wege im innerbetrieblichen Transport oder der Einsatz von Fahrzeugen mit besserer Umweltbilanz oder Elektromotor, um den Flottenverbrauch zu verringern. Wir reduzieren den CO2-Ausstoß beispielsweise mit einer Emissionsobergrenze für Dienstfahrzeuge oder über Elektroautos im eigenen Fuhrpark. Insgesamt sind derzeit vier Elektroautos im Einsatz und zwei Elektro-Lieferwagen, so genannte Streetscooter. Die Elektromobilität bauen wir sukzessive aus. Elektroladesäulen sind an den Standorten München und Hannover installiert.

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Ein neuer Elektro-Lieferwagen verstärkt seit 2018 bei der MTU Maintenance Hannover den Transport auf dem Werksgelände und ist für die Kantine im Einsatz. 

Darüber hinaus fördert die MTU eine nachhaltige Mobilität der Mitarbeiter auf dem Weg von und zur Arbeit, zum Beispiel mit vergünstigten Job-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Unter dem Stichwort „Grüner Reisen“ verfolgt das Unternehmen das Ziel, Dienstreisen umweltverträglicher zu gestalten und hat dazu neue Möglichkeiten bei der Reisebuchung wie Fahrgemeinschaften geschaffen.

Die Emissionen aus der Transport- und Logistikkette (ohne Dienstfahrzeuge im Besitz des Unternehmens) fallen unter Scope 3, den wir bislang nur für Deutschland und Kanada darstellen können. Insgesamt lagen diese CO2-Emissionen bei 9.230 CO2-Äquivalenten/t und sind damit in der Dreijahres-Betrachtung (2016–2018) um 17,1% rückläufig.

CO2-Emissionen (in Äquivalenten/t) Scope 3 GRI 305-3

 

2018

2017

2016

Gesamt

9.230

9.470

11.140

Bahnreisen

10

10

40

Flugreisen

9.010

9.240

10.930

PKW (Mietfahrzeuge)

210

220

170

Erhebung ist bislang nur für Deutschland und Kanada möglich.

 

Luftemissionen

Die von uns eingesetzten Energieträger verursachen neben CO2-Emissionen weitere Emissionen in die Luft. Die Verwendung von Kerosin, Erdgas, Strom und Fernwärme aus fossilen Brennstoffen führt zum Ausstoß von Kohlenmonoxid, Stickoxiden, Schwefeldioxid und Staub. Diese Emissionen ermitteln wir ebenfalls und wollen sie reduzieren. Das neue BHKW beispielsweise verursacht bei der Erzeugung von Strom und Wärme 80% weniger Stickoxide und 66% weniger Kohlenmonoxid als die Vorgängeranlage. Wie bei den CO2-Emissionen verzeichnen wir auch für die luftfremden Emissionen einen Rückgang. Die absolute Emission umfasste 2018 insgesamt 239 Tonnen, im Wesentlichen handelte es sich dabei  um Stickoxide mit 158 Tonnen.

Luftemissionen (in t) Scope 1 und 2 GRI 305-7

 

2018

2017

2016

Gesamt

239

248

269

Kohlenmonoxid (CO)

26

31

27

Stickoxid (NO X )

158

159

185

Schwefeldioxid (SO 2 )

51

53

53

Feinpartikel (Staub)

4

5

4

nur Produktionsstandorte

 

Ausblick

Der Klimapakt Münchner Wirtschaft soll von 2019 bis 2021 fortgeführt werden. Die MTU wird sich daran wieder beteiligen. Zudem wurde die Initiative im Rahmen der Hannover-Messe 2019 von der Bundesregierung als ein besonders innovatives Energieeffizienz-Netzwerk ausgezeichnet.


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