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Nachhaltige Unternehmensführung

Nachhaltige Unternehmensführung

Menschenrechte

Wir achten die Menschenrechte und setzen uns dafür ein, dass sie im Konzern und in der vorgelagerten Wertschöpfungskette eingehalten werden. Über diese Selbstverpflichtung hinaus verfolgen wir das Ziel, Menschenrechtsverletzungen in der Beschäftigung und der Lieferkette zu verhindern.


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Die MTU verpflichtet sich, die Persönlichkeit und Würde jedes Einzelnen zu achten, Chancengleichheit bei der Beschäftigung zu wahren und Diskriminierung zu verhindern. Der Schutz der Menschenrechte ist über die Verhaltensgrundsätze für alle Mitarbeiter gewährleistet.

Die MTU respektiert uneingeschränkt die international anerkannten Menschenrechte in der allgemeinen Erklärung der Vereinten Nationen und ist bestrebt, diese innerhalb ihres Einflussbereiches umzusetzen. Die Einhaltung der Menschenrechte ist für uns ein übergreifendes Thema, das mehrere Bereiche umfasst. Dazu zählen soziale Arbeitsstandards/Arbeitsrechte für Mitarbeiter und ein nachhaltiges Lieferantenmanagement.

Die Erwartungen an Unternehmen in Bezug auf Menschenrechte steigen. Dies zeigen gesetzliche Regulierungen (z.B. der UK Modern Slavery Act) und politische Initiativen wie der Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) der Bundesregierung. Wir sind uns unserer Verantwortung als global agierendes Unternehmen bewusst und wollen unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht bestmöglich nachkommen. Die MTU verfolgt das Ziel, Menschenrechtsverletzungen in der eigenen Geschäftstätigkeit zu verhindern (Null-Toleranz-Ansatz).

  

Unser Beitrag zu den SDGs

Wir sind Unterzeichner des UN Global Compact und unterstützen diese wichtige internationale Initiative, die sich die Einhaltung der Menschenrechte zum Ziel gesetzt hat. Darüber hinaus enthalten die globalen Ziele der Agenda 2030 der UN (Sustainable Development Goals, SDGs) für eine nachhaltige Entwicklung ebenfalls Menschenrechtsgrundsätze. Wir wollen zu diesen globalen Entwicklungszielen beitragen, indem wir als Unternehmen Menschenrechte achten und fördern und negative Auswirkungen verhindern. Wir unterstützen SDG 5 „Geschlechtergleichheit“ und SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ und sehen unseren Beitrag zur Verwirklichung dieser SDGs vor allem im Rahmen einer verantwortungsvollen Beschäftigungspolitik für unsere Mitarbeiter.

Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen
Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den globalen Entwicklungszielen (SDGs)

  

Verhaltenskodex für Mitarbeiter und Lieferanten

Die MTU verpflichtet sich, die Persönlichkeit und Würde jedes Einzelnen zu achten, Chancengleichheit bei der Beschäftigung zu wahren und Diskriminierung zu verhindern. Der Schutz der Menschenrechte, das Recht auf eine angemessene Vergütung sowie die Anerkennung arbeitsrechtlicher beziehungsweise betriebsverfassungsrechtlicher Vorschriften von Arbeitnehmervertretern oder Gewerkschaften sind über die Verhaltensgrundsätze konzernweit implementiert. Wir wollen als Arbeitgeber faire Arbeitsbedingungen auf der Grundlage rechtskräftiger Arbeitsverträge und einer angemessenen Vergütung schaffen. Dazu zählen auch das Recht auf Vereinigungsfreiheit und der Abschluss von Kollektivvereinbarungen. Die Einhaltung der Verhaltensgrundsätze und ethischer Prinzipien ist als ein Leitsatz im MTU-Leitbild verankert. Darüber hinaus gelten für die MTU je nach Standort gesetzliche Verpflichtungen, die wir erfüllen, in Deutschland zum Beispiel das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das die Diskriminierung von Beschäftigten und Bewerbern verbietet. Mit dem Ziel, Mobbing, sexuelle Belästigung und Diskriminierung zu unterbinden, haben wir hier für Mitarbeiter eine interne Richtlinie zu partnerschaftlichem Verhalten eingeführt. → Mehr zur MTU als Arbeitgeber

Neue Mitarbeiter werden bei Beginn der Beschäftigung auf die Verhaltensgrundsätze und in Deutschland zusätzlich auf das AGG hingewiesen und verpflichten sich zur Einhaltung dieser Vorgaben. Darüber hinaus schult die MTU regelmäßig über alle Hierarchiestufen und Standorte hinweg zu den Verhaltensgrundsätzen. → Mehr zum MTU-Verhaltenskodex und zu den Schulungen 

Für die vorgelagerte Wertschöpfung greift ein Verhaltenskodex für Lieferanten. MTU-Lieferanten müssen sich zur Einhaltung des Verhaltenskodex verpflichten, der sich an den zehn Prinzipien des UN Global Compact und den Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation (ILO) orientiert. Er fordert von Lieferanten die Achtung der Menschenrechte, deren Einhaltung und die Sicherstellung, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen. Darüber hinaus sieht er die Einhaltung von Arbeitsstandards in Bezug auf Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Kollektivvereinbarung, das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, die Gleichheit des Entgeltes unabhängig vom Geschlecht und die Gleichbehandlung der Mitarbeiter vor. Die MTU verpflichtet ihre Lieferanten zudem zur Weitergabe der Anforderungen an Sublieferanten und behält sich ein fristloses Kündigungsrecht aller mit einem Lieferanten bestehender Rechtsgeschäfte für den Fall vor, dass dieser im Herstellungsprozess für seine Lieferungen Kinderarbeit einsetzt. → Mehr zum MTU-Verhaltenskodex für Lieferanten

 

Beschwerdemechanismen

Etablierte Meldeprozesse sollen sicherstellen, dass die MTU Beschwerden oder Meldungen hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen nachgeht. Meldungen können sowohl von Mitarbeitern als auch von externen Stakeholdern beim Ombudsmann oder beim Compliance Officer als vertrauliche Ansprechstellen im Konzern eingereicht werden. Für Mitarbeiter sind ergänzende standortspezifische Meldestellen eingerichtet, über die wir vor Ort informieren. Mitarbeiter können sich bei Beschwerden auch an Führungskräfte, den Betriebsrat oder den Personalleiter wenden. Der Vorstand wird bei Verstößen der MTU abhängig von der Schwere der Auswirkungen informiert.

Im Berichtsjahr 2018 hat es konzernweit eine begründete Beschwerde am Standort der MTU Maintenance Canada in Vancouver nach dem dort geltenden Anti-Diskriminierungsgesetz (BC Human Rights Code) gegeben. Dieser Beschwerde wurde nachgegangen und angemessene Maßnahmen ergriffen. Darüber hinaus gab es im MTU-Konzern keinen festgestellten Verstoß gegen die Verhaltensgrundsätze. Auch bei Lieferanten wurde kein Verstoß gegen den Verhaltenskodex und keine Verletzungen von Menschenrechten festgestellt.

 

Risikoanalyse

Die MTU schätzt das Risiko von Menschenrechtsverletzungen in der Beschäftigung der Mitarbeiter an allen Standorten als gering ein, da sie an die jeweilige nationale Gesetzgebung gebunden ist, die die Menschenrechte wahrt, und sie auf deren Einhaltung direkten Einfluss nehmen kann. In Bezug auf die Lieferkette führen wir für Lieferanten der Standorte in Deutschland, Polen und Kanada eine Risikoanalyse nach Ländern und beschafften Produkten und Dienstleistungen (für A- und B-Lieferanten) durch. Damit decken wir bereits rund 95% des Einkaufsvolumens ab. Die Länderrisikoanalyse basiert auf dem jährlichen Global Slavery Index der Walk Free Foundation, der Länder nach einheitlichen Kriterien hinsichtlich Zwangs- und Kinderarbeit und rechtlicher Rahmenbedingungen bewertet. Sie erfolgt getrennt für den OEM- und MRO-Geschäftsbereich, da der Einkauf über jeweils eigene Organisationseinheiten erfolgt. Als Ergebnis wurden keine MTU-Lieferanten in Ländern ermittelt, die hinsichtlich dieser Kriterien ein Risiko darstellen. In der Maintenance erfolgt darüber hinaus zweimal im Jahr eine Supplier Evaluation für Lieferanten der deutschen Standorte, die künftig Nachhaltigkeitsaspekte beinhaltet.

 

Konfliktmineralien

In der Beschaffung liegt ein Fokus auf der Einhaltung der Menschenrechte in der Lieferkette, die wir mit verschiedenen Maßnahmen sicherstellen wollen. Dies gilt vor allem für den Einkauf bestimmter Rohstoffe, so genannte Konfliktmineralien wie Tantal, Zinn, Gold und Wolfram, die teilweise in Bauteilen der MTU enthalten sind. Diese Mineralien können in der Beschaffung problematisch sein, da sie zum Teil in zentralafrikanischen Minen abgebaut werden und zur Finanzierung bewaffneter Konflikte mit Menschenrechtsverletzungen dienen. Die MTU setzt sich für eine nachhaltige und transparente Wertschöpfungskette ohne Konfliktmineralien ein. Wir beziehen keine Mineralien direkt, sondern diese gelangen über eine weltweite und mehrstufige Lieferkette in die Produktion beziehungsweise Vorproduktion. Die MTU wird von ihren US-Partnern und Kunden gemäß dem Dodd-Frank-Act für US-amerikanische, börsennotierte Unternehmen aufgefordert, die Herkunft der eingesetzten Mineralien offenzulegen beziehungsweise nur noch bei zertifizierten Minen und Vorlegierungsherstellern (Compliant Smelter List) zu beschaffen. Die MTU fordert ihrerseits die relevanten Lieferanten verbindlich auf, die Herkunft der Mineralien anzugeben, um eine Wertschöpfungskette mit konfliktfreien Rohstoffen sicherzustellen. Die Einkaufsrichtlinien der MTU verlangen Informationen zur Herkunft der Mineralien, die wir gemäß dem EICC/GeSi Conflict Minerals Reporting Standard abfragen. Der MTU sind bislang keine Hinweise bekannt, die im Widerspruch zu den Anforderungen aus dem Dodd-Frank-Act stehen. 

Ausblick

Wir beobachten die regulatorischen Entwicklungen zum Thema Menschenrechte in der Lieferkette wie die neue Regelung der EU zu Konfliktmineralien für 2021 und den NAP in Deutschland, um relevante Vorgaben konform und fristgerecht umzusetzen. → Mehr zum nachhaltigen Lieferantenmanagement

 


Mehr zu:
Compliant Smelter List
Global Slavery Index
Nationaler Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte


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