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Nachhaltige Unternehmensführung

Nachhaltige Unternehmensführung

Nachhaltigkeitsstrategie und -organisation

Wir haben eine konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet und diese in unsere Unternehmensprozesse integriert. Dabei treiben wir Fortschritte in den für uns wichtigen Themen kontinuierlich voran. Ein Nachhaltigkeitsmanagement ist etabliert und jüngst in einem Verbesserungsprojekt überprüft und weiterentwickelt worden.


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Der Getriebefan, Antrieb für die neue Generation der E-Jets von Embraer, setzt Maßstäbe in Sachen Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen und Lärm. Das Triebwerk ist für weitere neue Flugzeugmuster ausgewählt und ein voller Erfolg: Ende 2018 lagen 10.000 Bestellungen und Optionen vor. Die MTU hat das neue Antriebskonzept mitentwickelt. Weitere Verbesserungen in der Ökoeffizienz sollen folgen, denn Kern unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist die Produktverantwortung. 

Wir sind einer verantwortungsvollen Unternehmensführung verpflichtet und beziehen Nachhaltigkeit für einen langfristigen Geschäftserfolg ein. Dabei betrachten wir neben ökonomischen auch ökologische und soziale Aspekte entlang der Wertschöpfungskette und sind in einem kontinuierlichen Dialog mit unseren Stakeholdern. Der Vorstand führt die Geschäfte der MTU verantwortungsvoll sowohl nach innen als auch gegenüber der Gesellschaft. Nachhaltigkeit ist zudem als strategischer Anspruch in den jährlichen Unternehmenszielen verankert. In unserer Nachhaltigkeitsstrategie greifen wir globale Herausforderungen sowie Anforderungen der Stakeholder für das MTU-Geschäft auf. Klimawandel, Mobilität, Urbanisierung und Ressourcenverknappung sind wichtige Treiber für unsere Branche.

Mit unseren Produkten, Services und Innovationen wollen wir einen Mehrwert für unsere Kunden schaffen, wettbewerbsfähig bleiben und zu einer nachhaltigen Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft beitragen. Mit unseren Antriebslösungen wollen wir zukunftsfähige Mobilitätskonzepte ermöglichen. Sie unterstützen die Fluggesellschaften darin, den hohen Sicherheitsstandard der Luftfahrt zu gewährleisten, Energie- und Emissionsbilanzen zu verbessern und den Fluglärm zu reduzieren.

Mit unseren Antriebsprodukten tragen wir dazu bei, dass Fluggesellschaften ihre Energiebilanz verbessern,
CO2-Emissionen und den Fluglärm verringern.
Kern unserer Nachhaltigkeitsstrategie bildet daher die Produktverantwortung.

Das Kernelement unserer Nachhaltigkeitsstrategie bildet daher die Produktverantwortung mit den Themen Produktqualität und Flugsicherheit, Kraftstoffeffizienz, CO2– und Lärmemissionen sowie Innovationen. Darüber hinaus ist eine dauerhafte Wertsteigerung als wichtiges Fundament von besonders hoher Relevanz für die MTU und ihre Stakeholder. Sie wirkt sich positiv auf zahlreiche Themenfelder von Nachhaltigkeit aus. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist umfassend ausgerichtet und schließt Themen wie Compliance, Mitarbeiterbelange, Umweltschutz, Lieferkette und Corporate Citizenship mit ein.

  

Unser Beitrag zu den SDGs

Die globalen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die so genannten Sustainable Development Goals (SDGs), drücken eine Verantwortung gegenüber der Zukunft aus, zu der wir als Unternehmen stehen. Wir bekennen uns zu den SDGs aus der Agenda 2030 und wollen diese unterstützen. Insgesamt sind 17 SDGs mit 169 Unterzielen vereinbart worden mit der Idee, diese in Partnerschaften aus Politik, Industrie und Gesellschaft zu realisieren. Wir haben uns aktiv mit den SDGs auseinandergesetzt und analysiert, zu welchen Zielen wir mit unserer Geschäftstätigkeit und in unserem Handeln beitragen. Dabei haben wir acht SDGs identifiziert, die für uns von besonderem Belang sind. Wir wollen als verantwortungsvolles Unternehmen zur Erreichung dieser SDGs beitragen:

Hochwertige Bildung
Geschlechtergleichheit
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Industrie, Innovation und Infrastruktur
Nachhaltige/r Konsum/Produktion
Maßnahmen zum Klimaschutz
Frieden, Gerechtigkeit und Institutionen
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den globalen Entwicklungszielen (SDGs)

 

Verhaltenskodex der MTU

Wir sind ein traditionsreiches Unternehmen mit starker Wertebasis. Wichtiges Instrument, um Nachhaltigkeit unternehmensweit zu verankern, ist ein Verhaltenskodex. Er definiert klare Standards für den Umgang innerhalb der MTU sowie für das Verhalten gegenüber Stakeholdern wie Kunden, Lieferanten, Behörden und Geschäftspartnern. Der Verhaltenskodex ist verbindlich für alle Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstände. Vorstand und Konzernbetriebsrat haben den Kodex gemeinsam vereinbart und eingeführt.

 

Wesentliche Themen des Verhaltenskodex

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→ Zum Verhaltenskodex der MTU

Darüber hinaus legt ein Unternehmensleitbild zentrale Werte für unser Handeln wie Fairness, Respekt und Wertschätzung fest. Ein Leitsatz daraus formuliert unseren Nachhaltigkeitsanspruch gegenüber unserem Umfeld wie folgt: „Die MTU nimmt ihre Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft aktiv wahr.“

 

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Unternehmen
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aus 159 Ländern sind dem UN Global Compact beigetreten – darunter die MTU. Sie verpflichten sich, kontinuierlich daran zu arbeiten, dass die Globalisierung sozialer und ökologischer gestaltet wird.

Globale Standards

Eine Richtschnur für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sind für uns die zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC), dem wir 2011 beigetreten sind. Als Unterzeichner bekennen wir uns zur Achtung der Menschenrechte, zu fairen Arbeitsbedingungen, zum Umweltschutz und zu Anti-Korruption. Bei der Umsetzung dieser Prinzipien im Unternehmen streben wir nach ständiger Verbesserung.

An diesen globalen Standards und Leitlinien zu Nachhaltigkeitsthemen orientieren wir uns:

 

Nachhaltigkeitsmanagement

Wir haben das Nachhaltigkeitsmanagement in der gesamten MTU-Gruppe in die Organisation integriert und die Prozesse und Verantwortlichkeiten im Rahmen eines Verbesserungsprojektes 2018 überprüft und das interne Regelwerk aktualisiert. Im Frühjahr wurde der Corporate Responsibility (CR)-Lenkungskreis durch das CR-Board abgelöst. Es verantwortet im Auftrag des Vorstandes die operative Umsetzung des CR-Managements. In einem für 2019 vorgesehenen Review prüfen wir, ob die Veränderungen wie geplant wirken. Über das CR-Management steuern wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie, -leistungen und -ziele. Als Entscheidungsgremium agiert das CR-Board, dessen Mitglieder dem Oberen Führungskreis angehören. Es ist mit wichtigen Zentralfunktionen des Unternehmens besetzt. Das CR-Board haben wir als Nachfolge des bisherigen Lenkungskreises um fachliche Funktionen erweitert, mit dem Ziel Nachhaltigkeitsthemen noch besser im Unternehmen abzudecken. Das CR-Board tagt mehrmals im Jahr und ist dafür verantwortlich, Nachhaltigkeit im Unternehmen voranzutreiben. Im Geschäftsjahr 2018 hat das CR-Board sieben Mal getagt. Das CR-Board steuert die CR-Aktivitäten in der MTU-Gruppe und verabschiedet entsprechende Maßnahmen und Initiativen. Es berichtet regelmäßig an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Bei Bedarf werden zu den Sitzungen Vertreter zusätzlicher Fachfunktionen eingeladen. Eine zentrale CR-Koordination steuert die gruppenweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten und das übergeordnete CR-Management, den Stakeholder-Dialog zu Nachhaltigkeitsthemen, übernimmt die CR-Berichterstattung und entwickelt mit einem interdisziplinären CR-Team die Entscheidungsvorlagen für das CR-Board.

Das CR-Management der MTU

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Über das CR-Management steuern wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie, als Entscheidungsgremium agiert das CR-Board, eine zentrale CR-Koordination steuert die gruppenweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten und das übergeordnete CR-Management, CR-Fachkoordinatoren erarbeiten in ihren Disziplinen Ziele und Maßnahmen und setzen diese um.

Eine wichtige Aufgabe für die operative Umsetzung leisten die CR-Fachkoordinatoren: Sie erarbeiten in ihren Disziplinen mit den Fachexperten Ziele und Maßnahmen, setzen diese um und sind für das Monitoring im Fachbereich zuständig. Die Fachkoordinatoren gestalten in Abstimmung mit den Managern und Experten in ihrem Fachbereich maßgeblich die strategische Ausrichtung der fachspezifischen CR-Ziele und ihre Weiterentwicklung mit. CR-Managementbeauftragte an den Standorten unterstützen die CR-Fachkoordinatoren und die CR-Koordination. Mit dieser Organisationsstruktur gewährleisten wir, dass Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen über alle wesentlichen Themen (→ Wesentlichkeitsanalyse) verankert ist.

 

Risikomanagement

Wir beziehen Nachhaltigkeitsrisiken in unsere interne Steuerung ein und erfassen und bewerten diese über definierte Prozesse. Die MTU hat ein konzernweites, integriertes Risikomanagement und -controlling nach dem führenden internationalen Standard COSO II ERM Framework etabliert, mit dem sie Risiken und Chancen für das MTU-Geschäft steuert. Im Rahmen dessen werden auch nichtfinanzielle Risiken betrachtet. Für das Thema Compliance sind eine separate Risikobewertung und ein separater Berichtsweg etabliert, die der Compliance Officer steuert.

Darauf aufbauend erfolgt seit 2018 resultierend aus den Vorgaben der deutschen CSR-Richtlinie (CSR-RUG) eine vierteljährliche Risikoabfrage für Nachhaltigkeitsthemen, die eine sehr hohe Priorität für die MTU und die Stakeholder besitzen. Die Risikobewertung nehmen die CR-Fachkoordinatoren nach einheitlichen Kriterien und anhand einer mehrstufigen Skala analog zum Risikomanagement vor. Das Ergebnis wird durch die CR-Koordination quartalsweise an das CR-Board berichtet. Bei Bedarf erfolgt ein Reporting des Boards an das Risikomanagement und bei entsprechender Relevanz an den Vorstand. In der Risikobewertung nach dem CSR-RUG für das Geschäftsjahr 2018 haben wir keine wesentlichen Risiken für die Top-Themen unserer CR-Strategie ermittelt. Wesentliche Risiken sind solche, die sehr wahrscheinlich sind und schwerwiegende negative Auswirkungen haben.

 


Mehr zu:
Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
UN Global Compact
Sustianable Development Goals
Kernarbeitsnormen der ILO
Deutscher Corporate Governance Kodex


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