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Nachhaltigkeitsbericht 2019

Coronavirus-Pandemie

MTU vs.Virus

Die Coronavirus-Pandemie stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen und betrifft Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt, in ihrer Art zu leben und zu wirtschaften. In diesen Zeiten tragen wir als Unternehmen nicht nur Verantwortung für den Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeiter, sondern wollen darüber hinaus einen Beitrag leisten und uns mit der Gesellschaft solidarisch zeigen. Unsere Maßnahmen und Aktivitäten haben wir hier im Überblick dargestellt.


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Der Schutz unserer Mitarbeiter steht bei der Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt.

Wir haben an dieser Stelle Informationen zu unseren Maßnahmen und Aktivitäten im Zuge der Coronavirus-Pandemie zusammengefasst, die uns bis zum Redaktionsschluss am 12. Juni 2020 vorlagen. Ziel aller Maßnahmen und Aktivitäten ist es, die Krise gemeinsam entschlossen zu bewältigen und Mitarbeiter und Besucher an unseren Standorten bestmöglich vor Infektionen zu schützen und die wirtschaftliche Stärke und Finanzkraft der MTU zu erhalten.

Wir schützen unsere Mitarbeiter

Wir haben an allen Standorten umfangreiche Maßnahmen für den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter während der Coronavirus-Pandemie getroffen. Sie sind technischer und organisatorischer Art und gelten sowohl für Arbeitsplätze als auch Abläufe im Arbeitsalltag. Wir wollen unsere Mitarbeiter bestmöglich vor Infektionen schützen und das Infektionsrisiko, soweit es geht, minimieren. Ziel ist es, eine Ansteckung im Arbeitsalltag zu verhindern. Dafür haben wir Leitlinien erarbeitet, die für alle Mitarbeiter verpflichtend sind. Wir setzen verstärkt auf mobiles Arbeiten, virtuelle Konferenzen und abwechselnde Präsenz im Büro, um die Anwesenheit von Mitarbeitern zu begrenzen und das Infektionsrisiko zu verringern. Hygienemaßnahmen wie verstärkte Reinigung von Kontaktflächen oder die Ausgabe von Desinfektionsmitteln auf dem Werksgelände sollen helfen, die Ausbreitung des Virus zu erschweren. Für nicht vermeidbare Präsenzmeetings in kleiner Gruppe, Aufenthaltsräume und Kantinen haben wir Abstands- und Hygiene-Regelungen erlassen, die strikt zu befolgen sind. Das Tragen von Schutzmasken ist verpflichtend, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern, zum Beispiel in der Fertigung, nicht einzuhalten ist. Die MTU stellt hierfür die Masken bereit. Falls erforderlich, werden arbeitsplatzbezogene Maßnahmen bzw. individuelle Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter ergriffen, die zu Risikogruppen zählen. 


MTU vs. Virus: Zu unseren Schutzmaßnahmen gehören das Tragen von Masken bei der Arbeit oder Hygienevorkehrungen wie regelmäßige Handdesinfektion.


Mit einer umfassenden Kommunikationskampagne informieren wir Mitarbeiter fortlaufend über wichtige Änderungen und Abläufe und sensibilisieren sie hinsichtlich Risiken und Gefahren durch das Coronavirus. Der Krisenstab der MTU, in dem unterschiedliche Funktionen des Unternehmens vertreten sind, initiierte unternehmensweit Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter. Zudem stellte er die tägliche Abstimmung über alle deutschen Standorte hinweg sicher.

Wie wir auf die wirtschaftliche Krise reagieren

Wir möchten sicherstellen, dass die MTU mit voller Schlagkraft und Innovationsfähigkeit aus der Krise kommt. Angesichts der Pandemie hat das Unternehmen im April 2020 einen Großteil der Aktivitäten an mehreren Standorten in Europa vorübergehend ausgesetzt. Mit diesem koordinierten Herunterfahren des Betriebs haben wir nicht nur einer beginnenden Unterbrechung in der Materialversorgung Rechnung getragen, sondern gleichzeitig einen Beitrag geleistet, die Belegschaft zu schützen und die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. Dies erfolgte in enger Abstimmung mit unseren Kunden und Partnern. Wir waren auch während dieser Zeit für alle Stakeholder da und haben für wichtige Anliegen eine Erreichbarkeit gewährleistet. Überall dort, wo der Betrieb aufrechterhalten werden musste, wurden entsprechende Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter getroffen. Die Unterbrechung betraf unsere Produktionsstandorte in München und im polnischen Rzeszów sowie die Instandhaltungsbetriebe in Hannover und Ludwigsfelde bei Berlin. Damit haben wir die erste Phase der Krise ruhig, mit großem Zusammenhalt und konsequent durchgestanden.

Im Anschluss an die Betriebsunterbrechung folgte der Wiederanlauf mit Kurzarbeit an unseren deutschen Standorten. Mit organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen mit dem Coronavirus haben wir für die anwesenden Mitarbeiter weiterhin hohe Standards des Gesundheitsschutzes gewährleisten können. Zur Bewältigung der Krise hat die MTU verschiedene finanzielle Maßnahmen ergriffen, um die Liquidität des Unternehmens zu sichern, dazu zählt zum Beispiel der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2019 zunächst auf neue Rechnung vorzutragen.

Die MTU beobachtet die sehr dynamische Situation hinsichtlich des Coronavirus weiterhin intensiv und trifft rechtzeitig notwendige operative und finanzielle Vorkehrungen, um negative wirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen zu minimieren. 

Wir haben schnell reagiert: Arbeitsschutz nach dem neuen gesetzlichen Standard

Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket haben wir den Wiederanlauf an den MTU-Standorten ermöglicht und die dafür anwesenden Mitarbeiter möglichst gut vor Infektionen geschützt. Es entspricht dem neuen Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom 16. April 2020). Alle Mitarbeiter in Deutschland haben wir hierzu bereits Anfang Mai 2020 schriftlich unterwiesen. Damit kommen wir der vom Gesetzgeber geforderten Fürsorgepflicht als Arbeitgeber,  Infektionen mit dem Coronavirus zu vermeiden, nach. Die Unterweisung zum neuen gesetzlichen Arbeitsschutzstandard ist elementarer Bestandteil unseres betrieblichen Maßnahmenkonzepts und wird bei Bedarf durch fachbereichsspezifische Unterweisungen und Maßnahmen ergänzt. 

Wir zeigen uns solidarisch

Da Kurzarbeit zu besonderen Härtefällen bei Kollegen führen kann, hat die MTU einen solidarischen Hilfsfonds eingerichtet. Dieser umfasst über vier Mio. Euro. Der Vorstand und weit über 90% der leitenden Angestellten haben auf erhebliche Teile ihrer variablen Vergütung für das vergangene Geschäftsjahr verzichtet. Mit diesem Solidarfonds tragen wir dazu bei, dass die Belastungen auf alle Schultern verteilt werden. 


MTU vs. Virus: Die Masken werden an den Standorten zentral an Mitarbeiter ausgegeben. Darüber hinaus konnten wir Anfang April Schutzmasken an bayerische Krankenhäuser und den Landesverband Brandenburg vom Deutschen Roten Kreuz spenden.


Bei der Bekämpfung der Pandemie haben wir uns auch ganz unmittelbar mit Hilfe und Spenden beteiligt. Wir konnten in München mehr als 50.000 Schutzmasken an bayerische Notfalleinrichtungen und Krankenhäuser übergeben. Das war möglich, weil die MTU stets Schutzmasken vorhält, sich weitere Masken im Zulauf befanden und auch für den Notbetrieb ausreichend Material vorhanden war. Die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg spendete 10.000 Masken an den Landesverband Brandenburg vom Deutschen Roten Kreuz. Die Masken kamen in erster Linie in örtlichen Pflegeeinrichtungen zum Einsatz. Die Belegschaft der MTU in Rzeszów beteiligte sich an einer Geldspendenaktion für das nicht weit entfernte Krankenhaus in Lańcut. Es gehört zu jenen Kliniken in Polen, die Corona-Patienten intensivversorgen. Es war Mitarbeitern und Management wichtig, vor allem jene Menschen zu unterstützen, die in den Krankenhäusern und in der Pflege arbeiten und dort ihr Bestes geben.


MTU vs. Virus: Unser Münchner Ausbildungsteam ging während der Betriebsunterbrechung ins Homeschooling und nutzte die digitalen Möglichkeiten für das theoretische Lernen. Auf Videokonferenz setzten unsere Vorstände und Mitarbeiter auch, um mit Kunden und Partnern oder ihren Teams während der Krise in Kontakt zu bleiben.


Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
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