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Produktverantwortung

Ökoeffiziente Antriebe

Fluglärm

Wir arbeiten im Rahmen unserer nachhaltigen Produktentwicklung nicht nur daran, den Kraftstoffverbrauch und die Klimawirkung des Luftverkehrs zu verringern. Im Fokus unserer Clean Air Engine Agenda steht auch die Reduzierung des Fluglärms mit klaren Zielvorgaben. Denn Fliegen soll auch deutlich leiser werden.


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Mit der A320neo, die mit dem Getriebefan aus unserer Clean Air Agenda abhebt, hat sich der Lärmteppich (Ausbreitung des Fluglärms im Flughafenbereich) bereits um 75% verringert. Weitere Verbesserungen sollen folgen.

Wir sind einem aktiven Umweltschutz verpflichtet und setzen uns für eine Reduzierung des Fluglärms ein. Das ist wichtig, denn mit leisen Antriebskonzepten können wir die Situation für Anwohner in Flughafennähe verbessern und so die gesellschaftliche Akzeptanz von Flugreisen unterstützen, vor allem auch in Hinblick auf zunehmende Flugbewegungen. Unser Ansatz deckt sich mit dem beim Klimaschutz: Wir haben das Thema über mehrere Säulen im Unternehmen verankert. In unseren globalen Verhaltensgrundsätzen bekennen wir uns zum Umweltschutz und explizit zur Reduzierung von Lärmemissionen von Flugzeugantrieben. Wir wollen hier Maßstäbe setzen, so haben wir das Ziel unserer Verpflichtung formuliert. Auch unser übergeordnetes Leitbild enthält unter dem Punkt „Umwelt und Gesellschaft“ die Forderung, Produkte mit niedrigeren Lärmemissionen zu schaffen.

Unser Beitrag zu den SDGs

Mit unserem aktiven Engagement, den Fluglärm zu verringern, können wir dazu beitragen, die globalen UN-Entwicklungsziele SDG 9 „Industrie, Innovation, Infrastruktur“ und SDG 12 „Nachhaltige(r) Konsum und Produktion“ zu verwirklichen. Ein lärmreduzierter Luftverkehr schafft eine Infrastruktur, die wichtig für Wachstum und Wohlstand ist und gleichzeitig zu weniger Belastung für Menschen, die rund um Flughäfen wohnen, führt.

Industrie, Innovation und Infrastruktur
Nachhaltige/r Konsum/Produktion

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den SDGs

Anders als bei den CO2-Emissionen müssen Flugzeug und Triebwerk bei der Zulassung durch die Flugaufsichtsbehörden Grenzwerte erfüllen, die von der UN-Zivilluftfahrtgesellschaft International Civil Aviation Organization (ICAO) festgelegt sind und in der Vergangenheit sukzessive verschärft wurden. Darüber hinaus sind die Gebühren für Start und Landung an fast allen Flughäfen auf der Welt von der Lärmemission des Flugzeugtyps abhängig.

Wie entsteht Fluglärm?

Fluglärm wird sowohl vom Triebwerk als auch vom Flugzeug verursacht. Beim Start sind im Wesentlichen Fan und Luftstrom des Triebwerks für den Lärm verantwortlich, während das Flugzeug mit Verwirbelungen an Rumpf, Flügeln oder Fahrwerk bei der Landung ebenfalls zum Lärm beiträgt.

Bei der Zertifizierung neuer Flugzeugmodelle wird der Lärm nach einem standardisierten Verfahren an drei festgelegten Punkten gemessen und anschließend kumuliert. Seit den 1960er-Jahren hat der Fluglärm kontinuierlich abgenommen, insgesamt um etwa 17 EPNdB (Effective Perceived Noise Decibels) beziehungsweise um rund 70%.

Leiser fliegen: Unsere Clean Air Engine Agenda liefert auch darauf Antworten

Mit unserer Clean Air Engine Agenda (Claire) verfolgen wir nicht nur Ziele für den Klimaschutz  Klima & Fliegen, sondern auch zur Reduzierung der Lärmemissionen eines Flugzeugs. Unser Vorhaben steht im Einklang mit der Strategic Research and Innovation Agenda der europäischen Luftfahrtindustrie und –forschung (SRIA), wonach der Lärm um 55% bis 2035 und bis 2050 um 65% abnehmen soll. Mit dem Getriebefan der ersten Generation haben wir die Lärmemissionen des Flugzeugs schon jetzt im Rahmen unserer ersten Claire-Stufe deutlich vermindern können. Sie liegt durchschnittlich um 15-20 EPNdB (kumuliert über die drei ICAO-Messpunkte) unter der aktuell gesetzlich vorgeschriebenen Lärmgrenze, der Lärmklasse ICAO Stage 4. Der Lärmteppich des Getriebefans (Ausbreitung des Lärms im Flughafenbereich) hat sich dadurch um 75% verringert.

65%
weniger Fluglärm
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Nicht nur für das Klima haben wir uns mit der Clean Air Engine Agenda Ziele gesetzt. Auch den Fluglärm wollen wir stufenweise reduzieren – bis zu 65% bis 2050.

Im nächsten Schritt, der Claire-Stufe 2, sollen die Lärmemissionen von Flugzeug und Triebwerk über Verbesserungen am Getriebefan in der zweiten Generation um 50% sinken (Basisjahr 2000). Im Rahmen von europäischen Forschungsprogrammen wie zum Beispiel ENOVAL hat die Triebwerksindustrie die dazu notwendigen Fans mit einem niedrigen Druckverhältnis und lärmarme Niederdruckturbinen entwickelt.

Ziele der SRIA- und Claire-Agenda zur Reduzierung von Lärmemissionen

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Alle Ziele beziehen sich auf die Lärmemissionen eines Flugzeuges inklusive Antrieb (Verbesserungen relativ zu einem Flugzeug aus dem Jahr 2000), Lärmpegel in EPNdB (Effective Perceived Noise Decibels) relativ zu den Grenzwerten der Zulassungsbehörde ICAO (Stage 4). Eine Reduzierung der Lärmemission um 10 EPNdB entspricht einer Halbierung des subjektiven Lärmeindrucks.

In der dritten und letzten Ausbaustufe (Claire 3) sollen die Lärmemissionen dank neuer Triebwerksarchitekturen wie integrierte und verteilte Antriebe sogar um 65% zurückgehen (Basisjahr 2000). Mit verschiedenen, vielversprechenden Konzepten für die Zukunft beschäftigen sich unsere Ingenieure derzeit, unsere Akustikexperten sind bei unseren Vorhaben in jeder Stufe der Produktentwicklung involviert - vom Technologiemanagement bis zur späteren Auslegung beziehungsweise Optimierung von Antrieben.


Foto: www.airbus.com

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