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Wertschöpfung

Nachhaltig produzieren

Umweltmanagement

Umweltschutz ist für uns eine wichtige Maxime unternehmerischen Handelns. An allen MTU-Standorten wollen wir effizient mit Energie und Ressourcen umgehen, Emissionen begrenzen und Umweltrisiken vermeiden. Wir streben dabei nach kontinuierlichen Verbesserungen.


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Mit regelmäßigen Messungen und Prüfungen, zum Beispiel über Umweltproben, stellen wir die Einhaltung gesetzlicher Regelungen und interner Standards sicher.

Umweltschutz ist eine wichtige Leitlinie unseres unternehmerischen Handelns und in unseren Geschäftsprozessen implementiert. Er ist zudem in den globalen Verhaltensgrundsätzen für alle Mitarbeiter verankert. Hierin bekennen wir uns zu einem integrierten Umweltschutz, der an den Ursachen für Umweltbeeinträchtigungen ansetzt und im Voraus die Auswirkungen unserer Produktionsprozesse und Produkte auf die Umwelt beurteilt. Die Erkenntnisse beziehen wir in die unternehmerischen Entscheidungen ein. Wir handeln nach dem Vorsorgeprinzip, um negative Umweltauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Den größten Beitrag zum Umweltschutz können wir über ökoeffiziente Produkte leisten, da die Umweltauswirkungen (Energieverbrauch und CO2-Emissionen) unserer Produkte in der Nutzung am größten sind. → Klima & Fliegen

Der integrierte Umweltschutz besteht aus:

11,6
Mio. Euro
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Wir haben 2019 rund 11,6 Mio. Euro für den Umweltschutz aufgewendet, rund die Hälfte davon waren Investitionen in eine bessere ökologische Verträglichkeit unserer Standortbetriebe.

Darüber hinaus ist unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt im Unternehmensleitbild unter dem Punkt „Umwelt und Gesellschaft“ festgehalten. In unseren jährlichen Unternehmenszielen hatten wir uns auch für 2019 vorgenommen, hohe Standards im Umweltschutz zu erreichen. Die Verantwortung für einen unternehmensweiten Umweltschutz trägt der Vorstand. Einheitlich hohe Standards gelten für die MTU über ein Umweltmanagementsystem, das auf Standortebene Prozesse, Verantwortlichkeiten und Ziele definiert. Der Umweltschutz ist Teil unseres → integrierten Managementsystems (IMS). Interne Standards sind für die Standorte verbindlich und gehen zum Teil über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Die strengen Umweltschutzkriterien gelten dabei für alle Geschäftsbereiche und Prozesse und sind in Prozessabläufen und speziellen Werksnormen geregelt. Der Mindeststandard für den Betrieb unserer Anlagen wie Triebwerksprüfstände ist stets durch die nationalen Gesetze und nachgeordneten Vorschriften vorgegeben. Die behördlichen Genehmigungen für umweltrelevante Anlagen ergänzen das Regelwerk. Durch turnusmäßige und anlassbezogene Messungen, Prüfungen und Begehungen stellen wir sicher, dass wir unsere Anlagen nur im Rahmen dieses Regelwerks betreiben.

Das Umweltmanagement ist bei uns dezentral organisiert. An allen Produktionsstandorten arbeiten Umweltabteilungen und sorgen für die lokale Umsetzung. Der Vorstand erhält quartalsweise einen Bericht zu wichtigen Umweltkennzahlen, bis Ende 2019 umfasste dieser den Energie- und Wasserverbrauch aller Produktionsstandorte. Wir haben dieses interne Reporting ab 2020 auf CO2-Emissionen je Produktionsstunde umgestellt. Die unmittelbare Verantwortung für den Umweltschutz liegt bei den jeweiligen Standortleitern, die von den lokalen Umweltabteilungen beraten und unterstützt werden. Die Umweltabteilungen stehen untereinander in einem regelmäßigen Austausch zu Innovationen und Best-Practice-Lösungen. Wir schulen Mitarbeiter in umweltrelevanten Sachverhalten wie den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen oder Chemikalien.

Zum Teil sind unsere Standorte nach der internationalen Umweltnorm ISO 14001 und/oder nach der europäischen EG-Öko-Audit-Verordnung (Eco Management and Audit Scheme, EMAS) zertifiziert. → Unsere Zertifizierungen im Überblick. Am Standort München werden wir unsere Strukturen – wie bereits in Hannover - nach einem ISO 50001-Energiemanagement ausrichten.

Unser Beitrag zu den SDGs

Über das Umweltmanagement steigern wir kontinuierlich Energie- und Ressourceneffizienz, minimieren CO2- und Schadstoffausstoß in der Herstellung und Instandhaltung und werden so den Ansprüchen der Stakeholder gerecht. Wir wollen damit auch zur Erfüllung der Sustainable Development Goals (SDGs) der UN-Agenda 2030 beitragen, konkret zu SDG 9 „Industrie, Innovation, Infrastruktur“, SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ und SDG 13 „Maßnahmen und Klimaschutz“.

  

Industrie, Innovation und Infrastruktur
Nachhaltige/r Konsum/Produktion
Maßnahmen zum Klimaschutz

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den SDGs

Verbesserungen in der Energie- und Klimabilanz erreichen wir durch verschiedene Maßnahmen. Im Berichtsjahr haben wir an laufenden Aufwendungen und Investitionen für eine bessere ökologische Verträglichkeit insgesamt 11,6 Mio. Euro ausgegeben. Dazu zählen zum Beispiel die Abwasseraufbereitung, sichere Entsorgung von Abfällen, Nutzung erneuerbarer Energien, Energieeinsparmaßnahmen oder der Lärmschutz. Der größte Einzelposten bei den Umweltschutzinvestitionen entfiel auf energiesparende Maßnahmen.

Wir lassen unser Umweltmanagement regelmäßig überprüfen

Wir wollen unseren betrieblichen Umweltschutz ständig weiterentwickeln. Unabhängige externe Auditoren und Umweltgutachter prüfen einmal pro Jahr an den deutschen Standorten die Umsetzung und Einhaltung der einschlägigen Forderungen des Umweltschutzmanagements und geben Empfehlungen für Verbesserungen. Wir erzielen dabei stets sehr gute Ergebnisse. Interne Begehungen und Audits ergänzen diese Überwachung. Das gilt auch für unsere Produktionsanlagen. Über regelmäßige Management Reviews kontrolliert die Unternehmensleitung das Umweltmanagement und nimmt Einfluss auf dessen Weiterentwicklung.

Für Betriebsstörungen mit negativen Umweltauswirkungen sind Gefahrenabwehrpläne und ein Notfallmanagement vorbereitet, ein Krisenstab ist installiert. Hinzu kommen regelmäßige Notfallübungen und Unterweisungen der Mitarbeiter. Die MTU sorgt für einen umfassenden Brandschutz gemäß den gesetzlichen Auflagen.

Wie in den Vorjahren hat es auch 2019 an den Produktionsstandorten keine Vorfälle mit negativen Umweltauswirkungen gegeben, auch sind keine Bußgelder aufgrund von Übertretungen oder Missachtung umweltrelevanter gesetzlicher Auflagen fällig gewesen oder nicht-monetäre Sanktionen gegen die MTU verhängt worden.

Umweltschutz im Dialog mit Stakeholdern

Wir stehen im Dialog mit unseren Anspruchsgruppen über Umweltauswirkungen der MTU. Stakeholder können über verfügbare Meldewege Beschwerden an uns richten und Missstände melden, denen wir unverzüglich nachgehen. Das gilt für Mitarbeiter, Lieferanten, Anwohner oder andere Anspruchsgruppen. Im Berichtsjahr ist eine Beschwerde am Standort Hannover zu Geruchsbelästigung und Vibration durch den Prüfstand von einem Industrienachbarn an uns herangetragen worden. Eine Abhilfemaßnahme wurde infolgedessen erfolgreich initiiert. Umweltbeauftragte an den deutschen Standorten sind Ansprechpartner für Fragen und Hinweise der Stakeholder. → Mehr zum Stakeholder-Dialog 

Mit → Umwelterklärungen für München, Hannover und Ludwigsfelde informieren wir die Öffentlichkeit jährlich über unsere Umweltauswirkungen und -maßnahmen. Darüber hinaus bieten wir Stakeholdern die Möglichkeit, über eine → Online-Umfrage zu Nachhaltigkeit Feedback zu geben. Wir sind Mitglied in der Peer Learning Group des UN Global Compact zu einem Klimamanagement 2.0. Hier tauschen wir mit anderen Unternehmen Erfahrungen aus und erarbeiten gemeinsam Lösungsansätze zu zentralen Herausforderungen des Klimaschutzes.

Wir engagieren uns für einen stärkeren Umweltschutz in der Wirtschaft in folgenden globalen und lokalen Initiativen:

Die Mitarbeiter beziehen wir in einen aktiven Umweltschutz ein und fördern umweltbewusstes Verhalten durch Aktionstage, Informationskampagnen oder Trainings an allen Produktionsstandorten. Die Sensibilisierung aller Mitarbeiter in Fertigung und Verwaltung ist Teil der Verhaltensgrundsätze zum Umweltschutz. Am Hauptsitz in München wollen wir mit der Zero-Kampagne Ressourcenverbrauch und Emissionen senken und umweltgerechtes Verhalten der Mitarbeiter fördern.

Das Umweltreporting in diesem Nachhaltigkeitsbericht umfasst alle vollkonsolidierten Produktionsstandorte (München, Hannover, Ludwigsfelde, Rzeszów, Vancouver), kleinere Bürostandorte sind im Vergleich dazu für unsere Umweltauswirkungen nicht wesentlich und werden daher nicht berücksichtigt.

Ausblick

Wir haben 2019 an mehreren Standorten Analysen zu neuen Klimaschutzkonzepten durchgeführt, deren Auswertungen aktuell noch laufen. Eine mögliche Umsetzung auf Standort- oder Konzernebene ist daher noch offen. 

Am Standort München legen wir darüber hinaus ein neues Umweltprogramm für den Zeitraum 2020-2022 auf, das an der Vision Zero aus der gleichnamigen Kampagne Zero ausgerichtet sein soll.


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