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Wertschöpfung

Verantwortungsvoller Umgang

Ressourcenschutz

Wenn Antriebsmodule oder Triebwerke in unseren Werken entstehen oder in unseren Maintenance-Shops instandgehalten werden, arbeiten wir dabei so ressourcenschonend wie möglich. Mit energie- und rohstoffeffizienten Prozessen wollen wir den Verbrauch knapper Ressourcen minimieren und die Emissionen reduzieren. Dadurch leisten wir einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.


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Wir schützen Ressourcen - das gilt auch für Gewässer an unseren Standorten wie hier das benachbarte Schwabenbächle am Hauptsitz in München. Wir leiten das Niederschlagswasser von Werkshallen und einen kleinen Teil des geförderten Grundwassers entsprechend der behördlichen Erlaubnis in den Bach ein.

Mit Hilfe unseres Umweltmanagementsystems wollen wir eine ressourcenschonende Produktion weiter vorantreiben und die Energieeffizienz in der Herstellung unserer Produkte und Instandhaltung von Triebwerken und Modulen sukzessive verbessern. Das Ziel ist eine hocheffiziente Produktion und Instandhaltung mit möglichst geringem Ressourcenverbrauch. Rohstoffe, Wasser und Energie setzen wir sparsam ein. Wir geben dies für alle Mitarbeiter als Leitlinie über unsere Verhaltensgrundsätze und über das Unternehmensleitbild vor. Durch einen schonenden Umgang mit Ressourcen können wir zugleich unsere Produktionskosten senken. Der Einsatz von Ressourcen ist abhängig von den Stückzahlen in der Produktion und Instandhaltung. Auch 2019 befanden wir uns an allen Standorten in einem Produktionshochlauf, der für die Reduzierung des Ressourcen- und Energieverbrauchs eine besondere Herausforderung für uns darstellt.

Unser Beitrag zu den SDGs

Mit möglichst ressourcenschonenden Prozessen unterstützen wir die globalen Entwicklungsziele SDG 9 „Industrie, Innovation, Infrastruktur“ und SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“. SDG 9 fordert als ein Unterziel eine nachhaltige Industrie mit effizienterem Ressourceneinsatz und einer vermehrten Nutzung umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse. Mit unserem nachhaltigen Abfallmanagement können wir insbesondere zum SDG 12 beitragen, das dazu auffordert, das globale Abfallaufkommen bis 2030 deutlich zu reduzieren. Alle Maßnahmen zum Ressourcenschutz und zur Senkung des Energiebedarfs und vor allem der Einsatz erneuerbarer Energien kommen letztlich auch SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ zu Gute.

Industrie, Innovation und Infrastruktur
Nachhaltige/r Konsum/Produktion
Maßnahmen zum Klimaschutz

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den SDGs

 

Energie

Die MTU setzt auf einen Mix aus erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Energien und wählt Energieressourcen nach Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und ökologischen Gesichtspunkten aus. An nicht-erneuerbarer Primärenergie nutzen wir Erdgas und den Flugkraftstoff Kerosin sowie zu einem sehr geringen Teil Diesel und Heizöl (zusammen weniger als 5%). In München erzeugen wir Strom und Wärme mithilfe eines Blockheizkraftwerks (BHKW). Blockheizkraftwerke arbeiten im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken deutlich effizienter und schadstoffärmer. Zudem setzen wir beim BHKW auf Biomethan. Der Standort Hannover nutzt Sonnenenergie mit Hilfe einer Solarthermie-Anlage und hat 2019 ein BHKW aus drei Mikrogasturbinen zur Erzeugung von Strom und Wärme vor Ort in Betrieb genommen. Eine höhere Energieeffizienz erreichen wir zudem dadurch, dass wir die bei der Drucklufterzeugung entstehende Abwärme als Heizenergie weiternutzen (Verbundprinzip).

Wir haben im Berichtsjahr rund 1,4 Mio. Euro in Maßnahmen zur Energieeinsparung investiert. Haupttreiber dieser Maßnahmen war eine energetische Fassadensanierung und die Umrüstung auf Hocheffizienz-Pumpen in Hannover.

Eingesetzte Energieträger 2019 
Scope 1 und 2 (Verbrauch in MWh; Anteil in %)
GRI 302-1

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nur Produktionsstandorte

  

Maßnahmen für eine energieeffiziente Produktion/Instandhaltung

  

Unser Energieverbrauch

Unser Energiebedarf für Scope 1 (direkter Energieverbrauch) bewegte sich 2019 trotz des fortgesetzten Produktionshochlaufs an den Standorten auf dem Niveau des Vorjahres. Der Gesamtverbrauch der MTU für Scope 1 belief sich auf 168.600 Megawattstunden (MWh) gegenüber 162.200 MWh für 2018 (+3,9%). Bei Scope 1 handelt es sich im Wesentlichen um die Energieträger Erdgas und Kerosin. Kerosin wird als Treibstoff für Tests von Triebwerken auf dem Prüfstand verwendet, der Verbrauch ist dabei abhängig vom Umfang der Testläufe und der Größe der Triebwerke. Auf die Art und Dauer der Prüfläufe hat die MTU keinen Einfluss. In der Instandhaltung wie auch bei neu produzierten Antrieben müssen alle Triebwerke aus Sicherheitsgründen und zum Nachweis der Performance vor der Auslieferung einen Testlauf absolvieren. Im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie treiben wir den verstärkten Einsatz von Simulationen in der Entwicklung und Fertigung voran, um Entwicklungstests für neue Triebwerke zu reduzieren – mehrere Projekte laufen hierzu im Bereich Entwicklung & Technologie. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zum Ressourcenschutz dar. An erneuerbarer Energie haben wir 20.800 MWh Biomethan für unser BHKW eingesetzt und den Anteil leicht erhöhen können (2018: 18.100).

An Fremd-Energie (Scope 2) haben wir 2019 insgesamt 129.000 MWh bezogen, etwas mehr als im Vorjahr (2018: 125.600 MWh). Die zugekaufte Energie ist mit einem Anteil von 96,3% im Wesentlichen Strom. Wir beziehen grünen Strom im Rahmen dessen, was die von uns ausgewählten Lieferanten einspeisen. Die Auswahl erfolgt nach wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten. Die von der MTU Maintenance Canada bezogene Elektrizität stammt aus Wasserkraftwerken und daher zu 100% aus erneuerbaren Quellen. Dies entspricht einem Anteil von rund 3% am gesamten Strombezug der MTU.

Energieversorgung Scope 1 und 2 (in MWh) GRI 302-1

 

2019

2018

2017

Gesamt

297.600

287.800

277.600

Direkter Energieverbrauch: Erdgas, Kerosin, sonstige = Scope 1

168.600

162.200

151.100

Indirekter Energieverbrauch: Strom, Fernwärme = Scope 2

129.000

125.600

126.500

in Scope 1 enthalten: nicht-fossile Energieträger = Biomethan

20.800

18.100

 

nur Produktionsstandorte, das mit Pflanzenöl betriebene BHKW wurde 2017 stillgelegt. Ein neues BHKW ist seit 2018 mit Biomethan in Betrieb.

Der gesamte Energiebedarf für Scope 1 und 2 lag 2019 bei 297.600 MWh und damit bei gleichzeitigem Produktionshochlauf nur leicht über dem Niveau des Vorjahres (+3,4%). Mit einem systematischen Energiemanagement steuern wir vor allem den Verbrauch der Hauptenergieträger Strom und Erdgas und setzen Verbesserungen um.

Unsere Fortschritte beim Energiemanagement 2019

  

Wasser

Wasser ist eine wertvolle Ressource, die wir sparsam einsetzen. An allen Produktionsstandorten haben wir ein effektives Wassermanagement im Einsatz. Auch unsere Wasserverbräuche schwanken abhängig vom Produktionsvolumen. Gemäß dem Vorsorgeprinzip im Umweltschutz erfolgt die Einleitung von Abwasser fachgerecht und gemäß den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen. Mit der Kampagne Zero für den Standort München verfolgen wir unter anderem das Ziel, den Wasserverbrauch zu reduzieren (absolute Verminderung) beziehungsweise bei erhöhter Produktion schwächer steigen zu lassen (relative Verminderung). In ein verbessertes Abwassermanagement haben wir 2019 rund 1,1 Mio. Euro investiert.

Unsere vollkonsolidierten Produktionsstandorte liegen in Deutschland, Polen und Kanada und daher nach dem Aqueduct Water Risk Atlas des World Ressource Institute nicht in Wasserstressgebieten (Wasserrisiko-Einstufung für die Länder:  Low oder Low/Medium). Wasserstressgebiete sind Regionen, in denen Wasser eine knappe Ressource ist. Wir beobachten die Entwicklung der Wasserverfügbarkeit in den Regionen, in denen wir tätig sind, um über eventuelle zusätzliche Maßnahmen zu entscheiden.

Unser Wasserverbrauch

Wir nutzen Trinkwasser für Produktions- und Instandhaltungsprozesse sowie in Sanitäranlagen und in der Kantine. Darüber hinaus setzen wir Brunnenwasser für Kühlprozesse ein. Den Wasserverbrauch erfassen wir lokal als absolute Größe. Die Wasserentnahme lag für alle Produktionsstandorte bei rund 9,7 Mio. Kubikmeter (2018: 8,7 Mio. m3). Der höhere Wasserbezug geht vor allem auf mehr Grundwasser am Standort München zurück (wir nutzen hier quartäres Grundwasser aus eigenen Förderbrunnen). Das bezogene Wasser stammte zu 97,9% aus Grundwasser und nur zu 2,1% aus der kommunalen Trinkwasserversorgung. Der Einsatz von Brunnenwasser trägt zum Umwelt- und Klimaschutz bei, da auf stromintensive Kühlverfahren wie Kompressor-Kälteanlagen verzichtet werden kann.

Für chemische Prozessbäder zum Auftragen von Schaufelschutzschichten und für Prozesswasser in Anlagen zur Prüfung von Bauteilbeschädigungen nutzen wir möglichst viel Wasser mehrfach in Kreisläufen. Dank dieser Wiederverwendung muss nur eine geringe Abwassermenge vor der Einleitung in die städtische Kanalisation aufbereitet werden. Im Berichtsjahr haben wir auf diese Weise rund 614.000 m3 Wasser gespart. Auch für die chemische Reinigung von Triebwerksteilen nutzen wir kreislaufgeführtes Wasser. Zu unserem nachhaltigen Wassermanagement gehört auch eine systematische Überprüfung und Sanierung des Brunnenwasser- und Abwasserkanalnetzes.

Wasserbilanz (in m3) GRI 303-3-303-5

 

 

2019

2018

2017

 

Gesamt

9.691.000

8.682.000

8.820.000

Entnahme

Trinkwasser

204.000

186.000

173.000

 

Grundwasser

9.487.000

8.496.000

8.647.000

 

Gesamt

9.652.000

9.176.000

9.018.000

Einleitung

Kanalisation

133.000

140.000

132.000

 

Oberflächengewässer

1.634.000

1.519.000

1.290.000

 

Grundwasser

7.885.000

7.517.000

7.596.000

nur Produktionsstandorte, keine Wasserentnahme oder –einleitung in Wasserstressgebieten; Daten sind gemäß den behördlichen Abwasser- und Brunnenberichten dargestellt und können gegenüber früheren Veröffentlichungen abweichen. Ein kleiner Teil des Brunnenwassers am Standort München sowie ein Teil des auf den Dächern gesammelten Regenwassers werden über das Schwabenbächle als Oberflächenwasser eingeleitet. Nur bei Starkregen wird auch Regenwasser in das städtische Kanalsystem eingeleitet. So kann es dazu kommen, dass die Summe aus eingeleiteter Menge ins Grundwasser und Oberflächen­wasser nicht der Entnahmemenge entspricht.

  

Wasserqualität

Wir behandeln Abwasser je nach Art und Ausmaß der Verschmutzung in entsprechenden Abwasseranlagen. Die Qualität des eingeleiteten Abwassers entspricht den behördlichen Anforderungen des jeweiligen Standorts. Mit einem strikten Monitoring an den Standorten stellen wir die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte sicher. Alle Auflagen lokaler Behörden erfüllen wir zu 100%, Wasserquellen oder Wasseroberflächen wurden aufgrund unserer Betriebstätigkeit nicht negativ beeinflusst oder verschmutzt, auch 2019 sind keine schädlichen Substanzen ausgetreten. Dies gilt insbesondere auch für unseren Standort in Kanada, der auf Sea Island im Mündungsgebiet des Fraser River in Richmond/British Columbia liegt. Die umgebenden Naturschutzgebiete sind für die Lachswanderung und Pazifikroute von Zugvögeln sehr wichtig.

Material und Abfall

Die lange Lebensdauer unserer Erzeugnisse und die ständige Verbesserung unserer Instandhaltungsverfahren sorgen für einen verminderten Rohstoffbedarf. Ein Triebwerk ist in der Regel 30 Jahre im Flugbetrieb, bevor es ausgemustert wird. Bei allen angewendeten Produktionsverfahren achten wir auf Effizienz beim Materialeinsatz und auf Abfallvermeidung. Wir entwickeln eigene Fertigungs- und Reparaturverfahren, die sich durch eine hohe Materialeffizienz auszeichnen. Der Geschäftsbereich MTU Maintenance erreicht in der Instandhaltung von Luftfahrtantrieben mit dem Ansatz „Reparieren statt Ersetzen“ eine sehr hohe Reparaturtiefe. Mit selbst entwickelten Spezialverfahren setzen wir Triebwerksbauteile instand, die in anderen Maintenance-Shops durch Neuteile ersetzt werden müssen. Wir ermöglichen zum Beispiel rund 70% aller Triebwerksschaufeln ein zweites, drittes oder sogar viertes Leben. Dieses Produktrecycling bauen wir sukzessive mit neuen Verfahren aus, um eine noch längere Lebensdauer und damit höhere Materialeffizienz zu erreichen. Bei den in der Lebensdauer begrenzten Bauteilen (Life Limited Parts) ist es uns gelungen, integriert hergestellte Triebwerksschaufeln und -scheiben, so genannte Blisks, zu reparieren. Dies ist wichtig, da immer mehr Blisks in einem Triebwerk verbaut werden. Auf dem Gebiet der Bliskherstellung und -reparatur zählen wir zu den weltweit führenden Unternehmen.

400.000 
Einwegbecher weniger
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Wir haben an unseren Standorten München und Hannover Einwegbecher abgeschafft und durch Mehrweg- oder Pfandbecher ersetzt. Dadurch machen wir pro Jahr bereits knapp 400.000 Einwegbecher überflüssig. Denn auch unser Standort in Ludwigsfelde will umstellen.

Mit additiven Verfahren wie dem metallischen 3D-Druck erreichen wir eine höhere Materialeffizienz in der Neuteilfertigung. Die Fertigungstechnologie ermöglicht die schnelle 3D-Herstellung sehr komplexer Bauteile und erlaubt größere Freiheiten im Bauteildesign. Die Bauteile werden dabei direkt aus dem Pulverbett nach CAD-Konstruktionsdaten per Laser geschmolzen – lediglich 5-10% des eingesetzten Pulvers sind überschüssiges Material, das nicht verbaut werden kann. Das reduziert den Ressourceneinsatz erheblich.

Unbedenkliche Stoffe: REACh-Verordnung

Wo immer es möglich ist, verzichten wir in unseren Herstellprozessen und Produkten auf Stoffe, die für Umwelt oder Gesundheit gefährlich sein können. Nach der europäischen REACh-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) sind bestimmte chrom(VI)-haltige SVHC-Stoffe (SVHC steht für Substances of Very High Concern/besonders besorgniserregende Stoffe) zulassungspflichtig. Wir setzen die EU-Verordnung zum Schutz von Mitarbeitern und Umwelt entsprechend den Vorgaben um. Als REACh-Stoff verwenden wir Chromtrioxid zum Verschleiß- und Korrosionsschutz. Dessen Weiterverwendung in mehreren Verfahren hat die Europäische Chemikalienagentur EChAder MTU aufgrund sehr hoher Arbeitssicherheitsstandards im Bereich der Oberflächenbeschichtung bis 2029 genehmigt. Parallel dazu treiben wir langfristig die Eliminierung zulassungspflichtiger SVHC-Stoffe voran. Aktuell laufen zwei Technologieprojekte, mit denen wir auf der Suche nach Chromsäure/Chrom(VI)-Ersatzstoffen sind. Wir verpflichten Lieferanten über die Allgemeinen Einkaufsbedingungen, den rechtlichen Anforderungen der EU (Registrierung, Authorisierung etc.) nachzukommen, falls sie REACh-relevante Substanzen in ihren Hilfs- oder Betriebsstoffen verwenden.

Unser Materialverbrauch

Der Verbrauch an Produktionsmaterial (Legierungen, Spritzpulver und Stahl) umfasste im zurückliegenden Geschäftsjahr 4.340 Tonnen, die Menge an benötigten Hilfs- und Betriebsstoffen lag bei 10.080 Tonnen. In Summe haben wir 16.030 Tonnen Material benötigt, das ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg (15.110 Tonnen) und vor allem auf einen höheren Bedarf an Produktionsmaterial infolge des Hochlaufs zurückzuführen. 10% unseres gesamten Verbrauchs stammte aus erneuerbarem Material. Im Rahmen unserer Kampagne Zero in München haben wir 2019 für alle Drucker auf Recyclingpapier umgestellt, dadurch konnten wir knapp 1% unseres Materials aus recycelten Quellen beziehen.

Materialverbrauch (in Tonnen) GRI 301-1

 

2019

2018

2017

Gesamt

16.030

15.110

12.490

Produktionsmaterial

4.340

3.760

2.520

Hilfs- und Betriebsstoffe

10.080

10.030

8.920

Sonstiges Material

1.610

1.320

1.050

fremd bezogenes Material für Produktionsstandorte; Produktionsmaterial setzt sich zusammen aus Titan- und Nickelbasislegierungen und Spritzpulver, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten Öle, Kühlschmierstoffe, Chemikalien, Schmierstoffe, Gase und die Kraftstoffe Kerosin und Diesel, das sonstige Material setzt sich aus Papier, Karton-Verpackungen und Holzpaletten und –kisten zusammen. Den Materialverbrauch haben wir für den o.g. Zeitraum nach neuen Parametern erfasst, dieser kann daher für die Jahre 2017-2018 von bereits veröffentlichten Daten abweichen. Die MTU nutzt für Triebwerksteile Umlaufverpackungen, die mehrmals verwendet werden können. 

Unsere Produkte erfordern den Einsatz von Materialien, die aufgrund einer möglichen Herkunft aus Zentralafrika als Konfliktmineralien eingestuft werden und problematisch hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen sein können. Wir beschaffen diese mineralischen Rohstoffe nicht direkt und haben im Lieferantenmanagement entsprechende Prozesse implementiert, um unserer Sorgfaltspflicht gegenüber Menschenrechten nachzukommen. → Mehr dazu unter Menschenrechte

Abfall

Die MTU betreibt ein nachhaltiges Abfallmanagement mit getrennter und sicherer Entsorgung je nach Abfallart und Recyclingverfahren. Wir versuchen in erster Linie, Abfälle zu vermeiden, Reststoffe wiederzuverwenden und Abfälle stofflich oder energetisch zu verwerten beziehungsweise fachgerecht zu beseitigen, falls eine Verwertung nicht möglich ist. Damit wollen wir Materialverbrauch und Entsorgungsmengen möglichst gering halten. Auf diese Weise erreichen wir über die Jahre hohe Verwertungsquoten. Wir haben an unseren Standorten in München und Hannover Einweg-Getränkebecher abgeschafft und durch Mehrweg- beziehungsweise Pfandbecher für Mitarbeiter ersetzt. Dadurch können wir knapp 400.000 Pappbecher pro Jahr vermeiden. Unser Standort in Ludwigsfelde bei Berlin plant ebenfalls die Abschaffung von Einwegbechern.

Abfallbilanz (in t) GRI 306-2

 

2019

2018

2017

Abfall gesamt

8.370

8.010

7.100

davon verwertet

7.320

7.060

6.210

davon beseitigt

1.050

950

890

Anteil gefährlicher Abfälle

3.440

3.290

3.010

davon verwertet

2.590

2.440

2.210

davon beseitigt

850

850

800

nur Produktionsstandorte, ohne Bauabfälle

Das gesamte Abfallaufkommen belief sich 2019 auf 8.370 Tonnen und hat sich gegenüber dem Vorjahr nur marginal erhöht (+4,5%). Gemessen am Gesamtaufkommen haben wir eine Verwertungsquote über den MTU-Konzern von 87,5% erreicht. Abfallaufkommen und Verwertungswege sind vor allem abhängig von der Produktionsauslastung. Der Anteil an gefährlichem Abfall lag im Berichtszeitraum bei 41,1%. An den MTU-Standorten sind 2019 erneut keine Bodenverschmutzungen durch den Austritt gefährlicher beziehungsweise umweltgefährdender Stoffe aufgetreten.


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