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Mitarbeiter und Gesellschaft

Chancengleichheit ermöglichen

Vielfalt & Inklusion

Vielfalt macht uns erfolgreicher und ist daher fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Für uns ist eine vielfältige Belegschaft ein ausgesprochener Gewinn: Unterschiedliche Ideen, Erfahrungen und Horizonte bereichern uns, erweitern unsere Perspektive, machen uns flexibler und innovativer. Wir fördern kontinuierlich Vielfalt und Inklusion innerhalb der MTU und setzen uns für ein unvoreingenommenes Miteinander ein.


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Wir gewinnen durch eine vielfältige Belegschaft. Wenn unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Hintergründe der Mitarbeiter im Team aufeinandertreffen, können daraus die besten Ideen und Konzepte entstehen.

Die MTU bekennt sich zu Chancengleichheit bei der Beschäftigung und positioniert sich klar gegen Diskriminierung im Arbeitsleben. Diese Grundsätze haben wir in unseren weltweit gültigen Verhaltensgrundsätzen festgelegt. Wir wollen alle Mitarbeiter entsprechend ihrer Kompetenzen, Fähigkeiten und Leistungen einsetzen. Jeder soll die gleichen Chancen unabhängig von Geschlecht, Ethnie, Herkunft, Alter, Religion, Behinderung oder sexueller Orientierung erhalten.→ Zu den Verhaltensgrundsätzen. Vielfalt als fester Bestandteil der Unternehmenskultur und des Erfolgs ist in unserem Leitbild verankert. Wir sind überzeugt: Eine vielfältige Belegschaft steigert unsere Innovationskraft und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit, vor allem vor dem Hintergrund einer hohen Komplexität der Projekte in der Triebwerkstechnik sind gemischte Teams von Vorteil.

Um Vielfalt und eine inklusive Arbeitsumgebung zu gewährleisten, tritt die MTU für eine wertschätzende Unternehmenskultur als Basis für eine offene und faire Zusammenarbeit ein. Für Meldungen zu Verstößen gegen die Verhaltensgrundsätze oder interne Richtlinien haben wir Prozesse mit festen Ansprechpartnern eingerichtet. → Diese sind ausführlich im Kapitel Menschenrechte beschrieben.

Als Unterzeichner des UN Global Compact, einer weltweit einmaligen Nachhaltigkeitsinitiative, verpflichten wir uns, Diskriminierung im Arbeitsleben zu unterbinden. Darüber hinaus bekennen wir uns über weitere Initiativen zu Vielfalt und Chancengleichheit:

Unser Beitrag zu den SDGs

Mit unserem Engagement für Mitarbeitervielfalt nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber der UN-Agenda 2030 wahr und können insbesondere zur Erreichung des SDG 5 „Geschlechtergleichheit“ beitragen. Mit unserer Inklusionspolitik fördern wir das SDG 4 „Hochwertige Bildung“ und SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, die in Unterzielen die Partizipation von Menschen mit Behinderung fordern.

Hochwertige Bildung
Geschlechtergleichheit
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den SDGs

  

Wir setzen auf gleichberechtigte Führung und die Einbeziehung der Geschlechter

Wir wollen eine innovative Unternehmenskultur schaffen – zu diesem Unternehmensziel soll die Förderung der personellen Vielfalt und Internationalität beitragen. Besonders wichtig erachten wir die Vielfalt der Geschlechter, um im gesellschaftlichen Wandlungsprozess und der Positionierung für die Zukunft alle Potenziale zu nutzen. Als größte Innovationsressource sehen wir die Förderung von talentierten Frauen und die gleichberechtigte Führung. Das belegt auch eine neue Studie der ILO, die zu dem Schluss kommt, dass ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen die Performance eines Unternehmens und seine Attraktivität als Arbeitgeber steigert. Ein wichtiges Ziel für uns ist es daher, den Anteil an Frauen in Führung bis 2022 auf 13% für alle Führungsebenen in Deutschland mit Ausnahme der Ebene des Vorstands zu erhöhen. Für den Vorstand verfolgen wir ein eigenes Ziel: Bis zum Jahr 2022 soll eine Besetzung mit 25% weiblichen Mitgliedern erreicht sein. Dem Aufsichtsrat gehören bereits je zwei Frauen von der Arbeitnehmer- und der Anteilseignerseite an.

14,7%
Frauenanteil
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Zuwachs: Im vergangenen Jahr waren mehr Frauen in der MTU beschäftigt und auch ihr Anteil am Management hat sich auf 11,5% erhöht. Für die Zukunft wollen wir noch mehr Partizipation erreichen.

Der Vorstand wird über die Frauenförderung und die ergriffenen Maßnahmen regelmäßig informiert. Er stellt zudem einmal im Jahr an den deutschen Standorten einen Gleichstellungsbericht in der Betriebsversammlung vor. In Deutschland ist der Betriebsrat bei mitbestimmungsrelevanten Maßnahmen wie zum Beispiel flexiblen Arbeitszeitangeboten involviert. Darüber hinaus bieten wir interne und externe Schulungen rund um das Thema Gender Equality an.

Der Fokus unserer Maßnahmen liegt darauf, mehr weibliche Potenzialträger zu gewinnen und Mitarbeiterinnen auf ihrem beruflichen Lebensweg intensiver zu unterstützen. Dazu beteiligen wir uns vor allem an Mentoring-Programmen wie:

Frauenanteil GRI 102-8, 405-1

 

2019

2018

2017

Führungskräfte

 11,5%

 10,7%

 10,3%

Belegschaft

 14,7%

 14,4%

 14,1%

Deutschland

 14,7%

 14,2%

 13,9%

Übriges Europa

 14,3%

 15,3%

 15,7%

Nordamerika

 15,1%

 15,6%

 14,4%

gemessen an aktiver Belegschaft (festangestellte Mitarbeiter unbefristet und befristet, befristete Teilzeitmitarbeiter in Elternzeit, ohne Studenten, Praktikanten, Auszubildende, kurzzeitige Ferienarbeiter, Leiharbeiter oder Mitarbeiter von Fremdfirmen), jeweils zum Jahresende; Zahlen zum Frauenanteil nach anderen Mitarbeitergruppen liegen nicht vor.

Für den Anteil an Mitarbeiterinnen in der Belegschaft stellen wir einen anhaltenden, leichten Aufwärtstrend fest. Die Quote liegt aktuell bei 14,7%. Auch den Anteil an Frauen in Führung konnten wir 2019 weiter verbessern (11,5%). Wir sehen uns auf einem guten Weg, unser Ziel von 13% Frauen in Führung bis 2022 zu erreichen.

Wir möchten Diversitätsaspekte bei der Besetzung neuer Stellen und der Mitarbeiterauswahl innerhalb der MTU berücksichtigen. Der Anteil an Frauen am Development Center, einem persönlichen Entwicklungsprogramm für Potenzialträger, lag 2019 bei 13,7% und damit über unserem aktuellen Anteil an Frauen in Führung. Der Anteil von weiblichen Mitarbeitern an Neueinstellungen betrug für die gesamte Belegschaft 16,9% und war damit leicht über unseren aktuellen Raten für Mitarbeiterinnen in der Belegschaft und in Führung.

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Frauen, die ein naturwissenschaftlich-
technisches Studium absolvieren, haben beste Karrierechancen. Ein Gespräch mit Dr. Mihaela Sorina Seitz, Leiterin Advanced Materials bei der MTU, über die Förderung von MINT-Studentinnen.
Zum Interview 

Darüber hinaus lassen wir uns jährlich vom Frauen-Karriere-Index (FKI) bewerten, einem unabhängigen Tool zur Messung von Frauenförderung im Unternehmen. Auch für 2019 haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Mit Platz sechs gehören wir zu den besten Unternehmen Deutschlands.

Wir wollen Erfahrungen von Frauen noch stärker in unsere Entscheidungen einbeziehen und haben an unserem Hauptstandort das Netzwerk „New – Network of Engine Women“ unter der Schirmherrschaft des Technikvorstands ins Leben gerufen. Dabei geht es nicht nur darum, weibliche Talente besser zu fördern, sondern auch um einen interdisziplinären Austausch und Dialog mit Mitarbeitern und Management, um relevante Zukunftsthemen und Trends zu identifizieren und dafür Initiativen zu entwickeln. Darüber hinaus sind wir neuer Projektpartner von „Komm, mach MINT!“, einem nationalen Pakt in Deutschland mit dem Ziel, Frauen stärker für Studiengänge und Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.

Programme und Initiativen (intern und extern)

Für alle Mitarbeiter haben wir umfangreiche Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, Betreuungsleistungen für Familien oder die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten → Mehr dazu unter „Die MTU als Arbeitgeber“. Damit unterstützen wir die Einbeziehung der Geschlechter.

  

Ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich jeder verwirklichen kann

Die MTU hat sich bereits vor Jahren als frühes Mitglied der Charta der Vielfalt dazu verpflichtet, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die frei von Vorurteilen ist und die vielfältigen Potenziale anerkennt und fördert. Wir wollen ein positives Zeichen für Vielfalt und ein unvoreingenommenes Miteinander setzen und alle Mitarbeiter gleichberechtigt ins Arbeitsleben einbeziehen. Dieser integrative Ansatz schließt Mitarbeiter ein, die sich als lesbisch, schwul, trans- oder intersexuell identifizieren. Wir sind offen für diverse Mitarbeiter, die bei uns etwas bewegen möchten. In einem wertschätzenden und respektvollen Umfeld sollen sich individuelle Talente entfalten können und gute Leistungen und persönliches Engagement im Vordergrund stehen. Wir unterstützen öffentliche Initiativen gegen Mobbing und Diskriminierung und beteiligen uns zum Beispiel regelmäßig am Pink Shirt Day in Kanada.

Im Rahmen unserer Bemühungen um Inklusion ist es uns ein wichtiges Anliegen, einsatzeingeschränkte Mitarbeiter einzubeziehen. Der Anteil von Menschen mit Behinderung lag 2019 für Deutschland bei 5,1%, damit erfüllen wir die gesetzlich vorgeschriebene Quote. An den deutschen Standorten sind gewählte Schwerbehindertenvertreter und vom Arbeitgeber ernannte Inklusionsbeauftrage Ansprechpartner für Anliegen von einsatzeingeschränkten Mitarbeitern. Bei Neubauten an den Standorten wie im Fall der neuen Kantine in München achten wir auf barrierefreie Mobilität.

Wir setzen zudem auf ein gutes Miteinander von Alt und Jung und berücksichtigen Altersvielfalt im Unternehmen. Eine älter werdende Belegschaft in Deutschland und längere Lebensarbeitszeiten vom Berufseintritt bis zur Rente stellen uns vor Herausforderungen. Um die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter langfristig zu sichern, betreiben wir ein betriebliches Gesundheitsmanagement (→ Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz). Mitarbeiter aller Altersgruppen erhalten gleichberechtigten Zugang zu Qualifizierung und Weiterbildung. Für jüngere Generationen bieten wir eine Vielzahl an Maßnahmen: Ausbildungsplätze, Trainee-Programme oder Nachwuchskräftequalifizierungen (→ Mitarbeiterentwicklung).

Altersgruppen GRI 405-1

 

2019

2018

2017

< 30 Jahre

 18,2%

 16,9%

 14,9%

30 – 50 Jahre

 52,8%

 52,4%

 52,1%

> 50 Jahre

 29,0%

 30,7%

 33,0%

gemessen an aktiver Belegschaft (festangestellte Mitarbeiter unbefristet und befristet, befristete Teilzeitmitarbeiter in Elternzeit, ohne Studenten, Praktikanten, Auszubildenden, kurzzeitige Ferienarbeiter, Leiharbeiter oder Mitarbeiter von Fremdfirmen), jeweils zum Jahresende

Wir haben in Zeiten des demografischen Wandels die Altersvielfalt bei der MTU weiter erhöhen können und eine stärkere Altersmischung erreicht. Der Anteil der unter 30-Jährigen ist von 14,9% (2017) auf 18,2% im Berichtsjahr gestiegen.

 

Kulturelle Vielfalt bietet uns Chancen

Internationalität als Zeichen von Vielfalt ist für uns als weltweit tätiges Unternehmen wichtig. Unser Triebwerksgeschäft ist global ausgerichtet, eine interkulturelle Belegschaft unterstützt uns darin, auf verschiedenen Märkten erfolgreich zu sein. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung (2018) hat gezeigt, dass sich eine kulturelle Vielfalt unter Mitarbeitern positiv auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen auswirkt. Als Traditionsunternehmen haben wir starke Wurzeln in Deutschland, zeigen aber ein vielfältiges Gesicht mit verschiedenen kulturellen Hintergründen. Mitarbeiter 55 verschiedener Nationalitäten arbeiten allein bei uns in Deutschland zusammen. In Zeiten zunehmender Fremdenfeindlichkeit beziehen wir klar Stellung und appellieren zum Beispiel im Rahmen des internationalen Tags des Rassismus an unsere Mitarbeiter, aktiv für Vielfalt und Gleichberechtigung einzutreten. Verschiedene Maßnahmen (International Leadership Program, International Building on Talent) helfen uns, eine stärkere Internationalisierung umzusetzen. → Hier erfahren Sie mehr über unsere Qualifizierungsprogramme

55
Nationen
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Vielfältige MTU: Mitarbeiter aus 55 Nationen arbeiten erfolgreich bei uns in Deutschland zusammen und bringen ihren individuellen kulturellen Hintergrund ein.


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