Mitarbeiter:innen und Gesellschaft

Bildung ist Zukunft - auch für uns als Unternehmen

Mitarbeiterentwicklung

Unser Erfolg lebt von den Fähigkeiten und der Expertise unserer Mitarbeiter:innen. Daher sollen sie bei der MTU ihr Bestes geben können. In Zeiten des gesellschaftlichen Wandels und in der aktuellen Krise wollen wir innovativ und zukunftsfähig bleiben, weiterhin lebenslanges Lernen fördern und unsere Führungskräfte aktiv in ihrer Aufgabe unterstützen, die MTU gut durch die Krise und weiter erfolgreich in die Zukunft zu führen.


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Wir unterstützen unsere Führungskräfte darin, mit ihren Teams die MTU auch im neuen Jahrzehnt erfolgreich voranzubringen und den technologischen und nachhaltigen Wandel zu gestalten.

Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit sind in unserer Branche, der Luftfahrt, wesentliche Erfolgsfaktoren. Wir sind überzeugt: Eine kontinuierliche und intensive Mitarbeiterentwicklung ist für die MTU unerlässlich. Deshalb investieren wir gezielt in die Aus- und Weiterbildung und in die Entwicklung unserer Talente. Daran haben wir auch während der Coronavirus-Pandemie festgehalten. In vielen Bereichen unserer Aktivitäten schreiben darüber hinaus Luftfahrtbehörden Qualifizierungen vor, beispielsweise Pflichtschulungen zu Human Factors (Fehler durch menschliches Versagen). Die Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter:innen macht uns zudem als Arbeitgeber attraktiv für neue Köpfe und eigene Talente.

Neben branchenspezifischen Berufsausbildungen und dualen Studiengängen zum langfristigen Aufbau von Wissen unterstützen und fördern wir die Weiterbildung aller Mitarbeiter:innen – dies ist ein Grundsatz der sozialen Verantwortung aus unseren Verhaltensgrundsätzen. Im Leitbild und in der konzernweiten Personalstrategie sind die Weiterentwicklung der beruflichen Qualifikation und individuelle Perspektiven für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte ebenfalls festgehalten. 

Für Aus- und Weiterbildung zeichnet konzernweit der Personalleiter verantwortlich. Der Gesamtvorstand wird jährlich zu Bildungskennzahlen informiert, ausgewählte Qualifizierungsinitiativen werden im Vorstand diskutiert.

Unser Beitrag zu SDG 4

Wir unterstützen aktiv das SDG 4 „Hochwertige Bildung“ als ein wichtiges Ziel für eine nachhaltige Entwicklung. Eine hochwertige Mitarbeiterentwicklung mit attraktiven Schulungsangeboten spielt für uns weiterhin eine zentrale Rolle für die langfristige Ausrichtung als ein führender Technologiekonzern. Darüber hinaus leisten wir mit der Ausbildung junger Menschen in unterschiedlichen Berufen einen Beitrag zum SDG und können dadurch in diesen unsicheren Zeiten eine verlässliche berufliche Perspektive geben.

Hochwertige Bildung

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den SDGs aus der UN-Agenda 2030

Die große Bedeutung von Aus- und Weiterbildung zeigt sich in unseren umfangreichen Angeboten und Aufwendungen. Grundlage ist eine Konzernbetriebsvereinbarung in Deutschland, mit der wir den Zugang zu Bildung für alle Mitarbeiter:innen garantieren und Führungskräfte einmal im Jahr zu einem Dialog mit ihren Mitarbeiter:innen über Entwicklungsmöglichkeiten (Qualifizierungsgespräch) verpflichten. Die Richtlinie gilt für 84,4% der Gesamtbelegschaft. An den drei deutschen Standorten ist zudem der Betriebsrat in die Mitarbeiterqualifizierung nach dem Betriebsverfassungsgesetz involviert und bestimmt über das jährliche Bildungsprogramm mit. Auch ausländische Standorte haben entsprechende Regelungen; bei der MTU Aero Engines North America erhalten zum Beispiel alle Mitarbeiter:innen jährlich einen Development Plan.

3,0
Mio. Euro
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So viel haben wir 2020 in die Bildung unserer Mitarbeiter:innen investiert. Wichtig war uns im vergangenen Jahr, dass die Qualifizierung von Fachkräften aller Ebenen weiterhin sichergestellt ist. Daher sind verstärkt digitale und hybride Lernformate zum Einsatz gekommen. 

Unsere neuen Mitarbeiter:innen bekommen über ein Welcome-on-Board-Programm wichtige Informationen zum Arbeitsleben bei der MTU. Danach unterstützen wir sie im Sinne des lebenslangen Lernens darin, ihre Kompetenzen zu erhöhen und weiterzuentwickeln. Das breite Spektrum an Angeboten spiegelt die unterschiedlichen Aspekte der Arbeitswelt und des MTU-Geschäfts wider. Die Bildungsbedarfe legen wir jährlich in einem Regelprozess fest (Qualifizierungsgespräch oder über Bereichs-/Unternehmensinterviews). Mitarbeiter:innen evaluieren absolvierte Schulungen im Gespräch mit ihrem Vorgesetzten, teilweise auch über einen Feedbackbogen. Eine Bildungshistorie dokumentiert absolvierte Trainings und Qualifizierungen. Bildungsberater:innen stehen für Fragen zu bedarfsgerechten Schulungen zur Verfügung.

Ein Online-Lernportal bietet den Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, die eigene Weiterbildung in Abstimmung mit dem Vorgesetzten selbst zu organisieren. Es umfasst mehrsprachige Schulungsinhalte in Deutsch, Englisch und Polnisch und ist ein wichtiger Grundstein für den Ausbau multimedialen Lernens, das in der aktuellen Entwicklung noch mehr an Bedeutung gewonnen hat. In Rzeszów, Polen, haben wir eine Plattform „MTU positive thinking & action" aufgebaut mit Links zu freien Webinaren, Trainings, Fachbeiträgen und Podcasts zu Qualifizierungsaspekten.

Are you ready?

Mit dem Future Readiness Program (#FRP), das wir im Oktober 2020 gestartet haben, wollen wir unsere Mitarbeiter:innen mit in die digitale Zukunft der MTU nehmen und ihnen vor allem zeigen, welche Chancen und Möglichkeiten die Digitalisierung bietet. Dazu gibt es verschiedene Angebote. Mitarbeiter:innen können zum Beispiel zu einzelnen Themen wie Machine Learning mit Expert:innen der MTU diskutieren und sich standortübergreifend vernetzen. Darüber hinaus gibt das #FRP Einblick in neue Anwendungen, die bereits in der MTU eingesetzt oder außerhalb des Unternehmens viel diskutiert werden. Ziel ist es, das digitale Mindset in der Belegschaft kontinuierlich zu fördern. 

Wir haben auch 2020 umfangreich in die Bildung unserer Mitarbeiter:innen investiert - trotz Coronavirus-Pandemie und damit einhergehender Betriebsunterbrechung im Frühjahr. Für alle Bildungsmaßnahmen lag die Höhe konzernweit bei 3,0 Mio. Euro (2019: 5,4 Mio. Euro; Kosten für interne und externe Trainings, ohne Berufsausbildung). Der Rückgang der Bildungskosten ist auf die Stornierung von vielen Präsenztrainings sowie die schnelle Entwicklung und verstärkte Nutzung von Online-Trainings und E-Learning zurückzuführen. Die Tools mussten wir im ersten Halbjahr erst zur Einsatzreife bringen, damit sie in der zweiten Jahreshälfte die Präsenzschulungen nahezu vollständig ersetzen konnten. Infolgedessen lag die Summe der Bildungstage mit 17.717 unter dem Vorjahreswert (2019: 27.174), was auch auf vermehrte digitale Kurzformate zurückzuführen ist. Daraus ergibt sich ein durchschnittliches Bildungsniveau von 1,6 Bildungstagen pro Mitarbeiter:in für 2020.

Mitarbeiterqualifizierung GRI 404-1

 

2020

2019

2018

Bildungstage gesamt

17.717

27.174

29.468

Bildungstage je Mitarbeiter:in

1,6

2,5

3,0

Bildungstage nach Mitarbeiterkategorie je Führungskraft

2,1

3,2

 

Bildungstage nach Mitarbeiterkategorie je Tarifmitarbeiter:in

1,6

2,7

 

Anteil Frauen an Bildungsmaßnahmen

 16,3%

 16,1%

 14,3%

Kennzahlen ohne Vericor/USA; mit der Erfassung von Bildungstagen je Mitarbeiterkategorie haben wir 2019 für Deutschland begonnen, 2020: Konzern.

 

Führungskräfte entwickeln - gerade jetzt

Ein Fokus unserer Mitarbeiterentwicklung liegt darauf, zukunftsfähige Führungskompetenzen im Management zu verankern. Orientierung und Impulse erhalten Führungskräfte kontinuierlich über Angebote wie den Führungsblog „Forum Leadership“ mit zweiwöchigen Updates und über regelmäßige Online-Kurzschulungen, so genannte virtuelle Leadership Nuggets. Die Angebote adressieren aktuelle Herausforderungen wie Remote-Leadership, virtuelle Teamarbeit oder Resilienz in Krisenzeiten. Führen in Zeiten des Wandels (Change Leadership) ist zu einer wichtigen Führungskompetenz geworden, die Weiterentwicklung der Führungskräfte zu „Manager:innen des Wandels“ soll daher integraler Bestandteil unseres Führungsverständnisses werden, um die Leistungsfähigkeit der MTU für die Zukunft zu stärken.

Darüber hinaus bieten wir über alle Ebenen Entwicklungsmöglichkeiten und Programme an, um Talente zu identifizieren und bestmöglich zu fördern sowie bereits ernannte Führungskräfte in ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu unterstützen. Ein zentrales Instrument ist das Development Center, das Potenzialträger:innen im Konzern durch Übungen und Interviews unterstützt, ihren individuellen Entwicklungsplan für die Übernahme einer Leitungsfunktion zu konkretisieren. Der defi­nierte Prozess im Rahmen des Development Center hat das Ziel, Talente objektiv einzuschätzen und sie für das Unternehmen übergreifend sichtbar zu machen. Rund 74% der 2020 neu ernannten Führungskräfte mit Leitungsfunktion haben an einem Development Center teilgenommen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnten im Berichtsjahr die Development Center nicht wie geplant stattfinden.

Für kürzlich ernannte Führungskräfte gibt es darüber hinaus spezielle Entwicklungsprogramme: ein Leadership-Exploration-Programm für Führungskräfte auf Abteilungsleiterebene sowie ein First-Leadership-Programm für Führungskräfte auf Teamleiterebene. Ergänzend zu diesen Angeboten fand das Leadership Curriculum 2020 in virtuellen und Kleingruppen-Präsenztrainings statt.

Die MTU bietet neuen und erfahrenen Führungskräften auch die Möglichkeit zum Coaching über ein Führungswechsel- beziehungsweise Boxenstopp-Coaching mit der Möglichkeit zur Reflexion und zum Sparring.

Unsere Programme

Wir haben zahlreiche konzernweite Initiativen, mit denen wir unsere Führungskräfte entwickeln und sie sowohl fachlich als auch persönlich unterstützen:

Darüber hinaus bieten wir standortspezifische Programme für Führungskräfte:

 

Ein Wissensmanagement für die Zukunft

Um die Bildung der Mitarbeiter:innen zukunftsfähig auszurichten, untersuchen wir derzeit wichtige Kompetenzbedarfe. Im Rahmen einer Vorstudie zum neuen Projekt Future Skills sollen bis Mai 2021 künftige Schlüsselkompetenzen der Mitarbeiter:innen in der Fertigung und Montage vor allem in Bezug auf Digitalisierung identifiziert werden. Ein Projekt an den deutschen Standorten zur Weiterentwicklung des Wissensmanagements haben wir 2020 erfolgreich mit einem ersten Prototypen abgeschlossen. Es lieferte wichtige Hinweise für die nächsten Schritte für eine Ausgestaltung von New Work und ein zukunftsfähiges Wissensmanagement bei der MTU.

An unserem Engineering-Standort MTU Aero Engines North America können Ingenieur:innen nach der Universität über ein Rotationsprogramm mit Stationen in verschiedenen Fachdisziplinen in den Beruf einsteigen. Darüber hinaus übernehmen wir dort Studiengebühren bis zu einer gewissen Höhe für Mitarbeiter:innen, die im Rahmen ihres Development Plans für einen Master an die Hochschule zurückkehren. 

 

Wir setzen auf Kontinuität in der Ausbildung

Die Ausbildung ist bei uns ein zentraler Bestandteil der Nachwuchssicherung. Wir bieten jungen Menschen in Deutschland eine fundierte Ausbildung nach dem dualen Prinzip in zehn verschiedenen Berufen, darüber hinaus haben die dualen Studienplätze bei uns noch unterschiedliche Vertiefungen. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz und vermitteln neben fachlichen Inhalten auch soziale und ökologische Aspekte unter anderem in Gesundheits- und Umwelttagen oder in sozialen Engagements → Beispiele haben wir beim Thema „Gesellschaftliches Engagement" dargestellt. Wir haben die Ausbildung in Deutschland trotz wirtschaftlicher Krise in gewohntem Maße fortgesetzt und rund 100 jungen Menschen im Jahr 2020 einen Ausbildungsstart ermöglicht. Nach dem letzten Bildungsbericht der OECD sind damit gute Aussichten für den beruflichen Lebensweg verbunden. In der Studie erhielt die betriebliche Ausbildung nach dem dualen Prinzip in Deutschland gute Noten.

Unsere Ausbildungsquote liegt seit Jahren auf einem konstanten Niveau, im vergangenen Jahr bei 3,1% gemessen an der Gesamtbelegschaft (2019: 2,8%) - in Deutschland, wo wir schwerpunktmäßig ausbilden, betrug der Anteil 3,6%. Insgesamt waren zum Jahresende 324 Auszubildende bei der MTU beschäftigt (2019: 293). Darüber hinaus bieten wir praxisnahe Studienplätze in Zusammenarbeit mit ausgewählten Berufsakademien.

Für den neuen Standort in Osteuropa, die MTU Maintenance Serbia d.o.o, wird eine Ausbildung nach dem Vorbild des dualen Systems in Deutschland weiter vorbereitet. Hierfür hat die MTU eine erste Kooperationsvereinbarung mit der Aviation Academy in Belgrad abgeschlossen.

Bildungsinitiativen mit MTU-Beteiligung

Zahlreiche MTU-Standorte beteiligen sich an Bildungsinitiativen, um früh potenziellen Nachwuchs anzusprechen, wie etwa:

Ausblick

Weitere Konzepte für hybride Veranstaltungen sind in Vorbereitung, E-Learning und Präsenztrainings sollen stärker verknüpft und neue webbasierte Trainings für Deutschland, Polen und den im Aufbau befindlichen Standort Serbien entwickelt werden.

Im Talentmanagement arbeitet die MTU an einer Weiterentwicklung des Potenzialprozesses, um Potenziale in Zukunft noch besser bereichs- und standortübergreifend sichtbar zu machen und einsetzen zu können.


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