Mitarbeiter:innen und Gesellschaft

Wissensgesellschaften & lokale Gemeinschaften stärken

Gesellschaftliches Engagement

Wir leisten einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung und konzentrieren uns dabei auf die Bereiche Wissenschaft und Bildung. Als Technologietreiber der Luftfahrt sind wir auf gut ausgebildete Nachwuchskräfte und ein innovationsfreudiges Geschäftsumfeld angewiesen. Darüber hinaus unterstützen wir soziale Projekte im Umfeld unserer Standorte.


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Wir bieten jungen Menschen eine Ausbildung in der MTU – zum Beispiel als Fluggerätemechaniker:in in eigens dafür eingerichteten Lehrwerkstätten. Neben der technischen Qualifikation geht es uns auch um methodische und soziale Kompetenzen.

Unser gesellschaftliches Engagement ist fester Bestandteil unseres Leitbildes, wir haben für uns den Leitsatz formuliert: „Die MTU nimmt ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft aktiv wahr.“ Wir sind an vielen Standorten ein wichtiger lokaler Arbeitgeber mit vielfältigen und interessanten Arbeitsplätzen in einem Hightech-Umfeld. Hieraus ergeben sich positive Auswirkungen auf die örtliche Beschäftigungssituation, zum Beispiel auch in einer wirtschaftlich weniger starken Region wie Brandenburg. Darüber hinaus bilden wir in Deutschland in verschiedenen Berufen aus. Unsere Beschäftigung ist grundsätzlich langfristig ausgerichtet. Neben der Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter:innen investieren wir weiterhin in den Ausbau unserer Werke, aktuell in München und Hannover beispielsweise, in Serbien bereiten wir den Aufbau eines neuen Reparaturstandorts vor. Dadurch stärken wir die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt vor Ort und tragen auch zu gesellschaftlichen Aspekten wie Infrastruktur oder Wohlstand bei. Über Ertragssteuern leisten wir ebenfalls einen gesellschaftlichen Beitrag. → Wie wir mit unserer Wirtschaftsleistung positiven Mehrwert schaffen

 

Unser Beitrag zu den SDGs 4, 5 und 17

Mit unserem gesellschaftlichen Engagement können wir unterschiedlichen SDGs Rechnung tragen. Wir sehen hierin einen Beitrag zu SDG 4 „Hochwertige Bildung“, SDG 5 „Gleichberechtigung der Geschlechter“ und SDG 17 „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. Mit unseren Initiativen im Bildungsbereich setzen wir uns für die Einbeziehung von Mädchen und Frauen in naturwissenschaftliche und technische Berufe und für mehr Chancengleichheit ein. Wir schaffen gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung unabhängig vom Geschlecht oder von anderen Merkmalen. Über eine intensive Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen gehen wir Partnerschaften zur Erreichung gemeinschaftlicher Ziele für eine nachhaltige Entwicklung ein. Wir unterstützen wichtige nachhaltige Initiativen wie den UN Global Compact oder das Pariser Klimaabkommen.

Hochwertige Bildung
Gleichberechtigung der Geschlechter
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

→ Erfahren Sie mehr über unseren Beitrag zu den SDGs der UN-Agenda 2030

 

Unsere gesellschaftliche Verantwortung

Als forschungsintensives Unternehmen konzentrieren wir uns bei Corporate Citizenship auf Aktivitäten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, suchen den Austausch und die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung und stehen im Dialog mit jungen Menschen und neuen Talenten.

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Auszubildende
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Neue Luftfahrtprofis: Insgesamt hatten wir im vergangenen Jahr über 300 Auszubildende an Bord - mehr als im Vorjahr. Sie absolvieren in Deutschland eine zwei- bis dreijährige Ausbildung nach dem dualen Prinzip oder ein 18-monatiges Training on the Job am Standort in Kanada.

Wir bieten jungen Menschen eine fundierte Ausbildung. 2020 hatten wir insgesamt 324 Auszubildende (2019: 293), was einem Anteil von 3,1% an der Gesamtbelegschaft entspricht (2019: 2,7%). In Deutschland, wo wir schwerpunktmäßig ausbilden, lag die Quote bei 3,6%. Hier verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz aus fachlicher Qualifikation sowie methodischer und sozialer Kompetenzen und beziehen die Auszubildenden in alle Aspekte des Unternehmens wie Gesundheitsmanagement, Umweltschutz, soziale Werte oder Fehlerkultur ein. An unserem geplanten neuen Standort in Serbien wollen wir eine lokale Ausbildung nach dem dualen Prinzip in Deutschland für Fachkräfte der Luftfahrtindustrie aufbauen. Daneben bietet die MTU in Zusammenarbeit mit den Berufsakademien Stuttgart, Ravensburg und Berlin sowie der Hochschule Baden-Württemberg praxisnahe Studienplätze für Betriebswirtschaft, Informationstechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen an. Wir engagieren uns darüber hinaus in zahlreichen Bildungsprojekten und -initiativen für Kinder und Jugendliche → Vielfalt & Inklusion, → Mitarbeiterentwicklung.

Wissensgesellschaften stärken: unser Technologienetzwerk

Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten ist ein fester Bestandteil unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit und ein klarer Fokus unserer gesellschaftlichen Verpflichtung. Mit Forschungspartnern haben wir strategische Allianzen gebildet, um die Verzahnung zwischen Hochschule und Industrie weiter zu fördern und die eigene Innovationsfähigkeit zu sichern.

Wir unterhalten deutschlandweit sechs wissenschaftliche Kompetenzzentren an verschiedenen Universitäten mit jeweils eigenem Forschungsbereich. Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) baut in Augsburg ein Test- und Simulationszentrum für Gasturbinen auf, das die MTU intensiv nutzen wird. Hier wollen wir numerische Simulationsverfahren („Virtual Engine“) mit experimentellen Verfahren auf Prüfständen so validieren, dass zukünftige Auslegungen mit deutlich geringerem Testaufwand möglich sind. Darüber hinaus haben wir für langfristige Themen das Bauhaus Luftfahrt mitgegründet, das eine unkonventionelle, ganzheitliche und interdisziplinäre Forschung betreibt und in dem Industrie und Wissenschaft unter einem Dach zusammenarbeiten. Die Expert:innen erarbeiten unter anderem visionäre Flugzeugkonzepte und untersuchen ökologische Perspektiven und gesellschaftspolitische Treiber der Luftfahrt. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fraunhofer-Instituten in Deutschland ist insbesondere bei Fertigungs- und Werkstofftechnologien ein Schwerpunkt unserer Kooperationen. Mit ihren weitgefächerten Kompetenzen bearbeitet die Fraunhofer-Gesellschaft für uns industrienahe Forschungsaufträge.

→ Unser Technologienetzwerk

Den Nachwuchs für Wissenschaft und Technik begeistern

Mit mehrjährigen Patenschaften an der Universität Stuttgart und am DLR fördern wir junge Wissenschaftler:innen nach dem Universitätsabschluss. An der Leibniz-Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig unterstützen wir finanziell Deutschlandstipendien. Mit der TU Braunschweig betreiben wir ein so genanntes Maintenance-Labor, in dem Student:innen im Rahmen des Masterstudiums die Triebwerksinstandhaltung bei uns vor Ort erleben können. In Zusammenarbeit mit dem Projekt Business4School, einer Initiative mit dem Ziel, die Wirtschaftskompetenz von Schüler:innen zu fördern, geben Führungskräfte aus dem Bereich Personal und Controlling der MTU Maintenance Hannover Einblicke in ihre Arbeit im Rahmen von Lehrveranstaltungen an örtlichen Schulen. Auch die internationalen Standorte arbeiten mit ausgewählten Universitäten und Schulen in ihrem Umfeld zusammen. Die MTU Aero Engines Polska hat eine Kooperation mit der technischen Schule in Lezajsk und der University of Science and Technology (AGH) in Krakau aufgebaut, die MTU Aero Engines North America eine Partnerschaft mit der CREC Aerospace Academy. Unsere Engineering-Tochter in den USA unterstützt zudem finanziell das Eurotech-Scholarship-Programm der University of Connecticut.

Zu unseren langfristigen Programmen gehört eine Stiftung, mit der wir begabte junge Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen fördern. Neben finanziellen Zuschüssen bietet die MTU Studien-Stiftung eine persönliche Beratung und Betreuung vorbereitend auf den Einstieg ins Berufsleben. 

MTU-Forschungsspezialist:innen halten regelmäßig Vorträge und Gastvorlesungen an Universitäten. In Cottbus betreuen wir einen wesentlichen Vorlesungsteil des Studiengangs Triebwerkstechnik. An der Universität Stuttgart hat die MTU eine Stiftungsprofessur für Strukturmechanik von Flugtriebwerken eingerichtet. Nationalen und internationalen Hochschulgruppen geben wir Einblick in die Arbeit eines Industrieunternehmens (2020 aufgrund der Pandemie nicht möglich). Wir bieten Ausbildungsplätze, duale Berufsausbildungen, Schülerpraktika, studentische Tätigkeitsfelder, Bachelor-/Master- oder Doktorarbeiten an den Standorten in Europa an. Dies sind wichtige Faktoren für den Arbeitsmarkt. 228 Doktorand:innen, Diplomand:innen, Student:innen und Ferienbeschäftigte waren 2020 bei uns tätig.

Die MTU vergibt jährlich den Wolfgang-Heilmann-Preis für herausragende Leistungen von akademischen Nachwuchskräften, die im Bereich Luftfahrtantriebe am Karlsruher Institut für Technologie forschen. Im Berichtsjahr wurde ein Student für seine Masterarbeit, die er bei der MTU erstellt hat, ausgezeichnet. Der Nachwuchswissenschaftler ist inzwischen als fest angestellter Mitarbeiter in unseren Reihen. Wir sind darüber hinaus industrieller Förderer des renommierten Deutschen Medienpreises Luft- und Raumfahrt, der jährlich an Nicht-Fachjournalisten für besondere Beiträge über Themen und Trends der Luftfahrt verliehen wird.

Jugend forscht - Nachwuchswettbewerb mit grünen Ideen und MTU-Unterstützung

Die MTU Maintenance Hannover unterstützt als Patenunternehmen bereits seit einigen Jahren den „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb in Hannover, um junge Menschen für MINT-Fächer zu begeistern. Schaffst du! - so lautete das 2020er-Motto für die 140 beteiligten Jungforscher:innen, für die im Februar vor der Preisverleihung auch ein Besuch an unserem Standort auf dem Programm stand. Wir freuen uns, so auch eine nachhaltige Bildung fördern zu können, denn viele Arbeiten drehten sich bei dem Nachwuchswettbewerb um Klima- und Umweltschutz.

Wie wir uns engagieren

Wir unterstützen Einrichtungen des gesellschaftlichen Lebens, in der Regel gemeinnützige Organisationen bevorzugt mit sozialem Schwerpunkt. Hilfe leisten wir in Form von Geld- oder Sachspenden. Bei der Auswahl entscheidend ist ein lokaler/regionaler oder thematischer Bezug zum Unternehmen. Konkrete Projekte haben Vorrang vor einer allgemeinen institutionellen Förderung. Die Auswahl und Durchführung erfolgt von den jeweiligen MTU-Gesellschaften eigenständig vor Ort und nach sorgfältiger Recherche. Die Vergabe von Spenden und die Übernahme von Sponsoring sind in einer internen Richtlinie festgelegt. Ein zentral gesteuerter Freigabe- und Genehmigungsprozess stellt die Einhaltung der Regeln sicher.

Spenden und Sponsoring 2020 (Verteilung in %)

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Im Berichtsjahr haben wir rund 60 Projekte, Einrichtungen oder Organisationen unterstützt. Zusammen mit Partnern in der Region erreichen wir zudem lokale Ziele, die wir alleine nicht umsetzen können. Dazu engagiert sich die MTU beispielsweise beim Klimapakt der Münchner Wirtschaft oder trägt mit Carsharing-Angeboten zu nachhaltigen Lösungen vor Ort bei. Auch der betriebsnahen Elterninitiative TurBienchen e.V. vor unseren Werkstoren in München haben wir während der Coronavirus-Pandemie unter die Arme gegriffen und z.B. neue Laptops gespendet. Die MTU unterstützt den gemeinnützigen Verein kontinuierlich mit Geld- und Sachzuwendungen. 

Darüber hinaus haben wir uns bei der Bekämpfung der Pandemie im lokalen Umfeld ganz unmittelbar mit Hilfe und weiteren Spenden beteiligt. Wir konnten in München mehr als 50.000 Schutzmasken an bayerische Notfalleinrichtungen und Krankenhäuser übergeben. Die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg spendete 10.000 Masken an den Landesverband Brandenburg vom Deutschen Roten Kreuz. Die Masken kamen in erster Linie in örtlichen Pflegeeinrichtungen zum Einsatz. Unser Standort in Rzeszów, die MTU Aero Engines Polska, unterstützte das regionale Gesundheitssystem bei der Bekämpfung der Pandemie und übergab Spenden an das nahe gelegene Krankenhaus in Lańcut, eine der Kliniken in Polen, die Corona-Patienten intensivmedizinisch versorgen. Es war Mitarbeiter:innen und Management wichtig, vor allem jenen Menschen zu helfen, die in den Krankenhäusern und in der Pflege arbeiten und dort ihr Bestes geben.


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Das Helfernetz Bayern hat die MTU 2020 als „helferfreundliches Unternehmen" prämiert. Vom Helfernetz werden Unternehmen ausgezeichnet, deren Mitarbeiter:innen sich ehrenamtlich in verschiedenen Hilfs- und Einsatzorganisationen engagieren. Honoriert wurde dabei auch die Freistellung von Mitarbeiter:innen während der Arbeitszeit für Einsätze im Katastrophenschutz.


Beispiele unseres gesellschaftlichen Engagements 2020

 

Vielfältige Aktivitäten an unseren Standorten

Lokales Engagement  – zum Beispiel beim Pink Shirt Day an unserem Standort in Kanada (oben links) gegen Mobbing und Diskriminierung, mit einer Spende von Masken der MTU Maintenance Berlin-Brandenburg an das Deutsche Rote Kreuz (oben rechts), die MTU Maintenance Hannover unterstützte den „Verein für krebskranke Kinder Hannover e.V." mit einer Spende, die aus einer Aktion des betrieblichen Vorschlagwesens resultierte (unten links), auch die Auszubildenden am Standort München sammelten wieder Spenden ein und konnten drei Organisationen damit bedenken.

Wir begrüßen ein freiwilliges, soziales Engagement unserer Mitarbeiter:innen. Dies ist in einer innerbetrieblichen Vereinbarung geregelt. Schon unsere Auszubildenden engagieren sich vielfältig, zum Beispiel indem sie Pfandflaschen in den Pausenräumen einsammeln und das Pfand spenden oder bei einem öffentlichen Aktionstag die anliegende Straße vom Müll befreien. Der Aktionstag fiel 2020 coronabedingt zwar aus, fand aber in diesem Jahr wieder statt. Mitarbeiter:innen in den USA haben Lebensmittelspenden für die Food Banks (Essenstafeln) oder Geld für bedürftige Familien gesammelt und bei virtuellen Charity-Rennen mitgemacht. In Deutschland unterstützt das Unternehmen darüber hinaus Einsätze für das Technische Hilfswerk oder die Freiwillige Feuerwehr auf bezahlter, freigestellter Basis und stellt ehrenamtliche Richter für die Arbeits- und Sozialgerichte oder Prüfer für die Industrie- und Handelskammer. 

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Über 3.200 Einsätze hat die Werkfeuerwehr von MTU und MAN 2020 absolviert - bei einem besonders hohen Einsatzaufkommen im Umland unterstützt sie auch die umliegenden Leitstellen. Unsere Story über den Alltag der Werkfeuerwehr im AEROREPORT, dem Luftfahrtmagazin der MTU 

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